Sprüche über Gott
887 Sprüche — Seite 11
Wo menschliche Sprache an ihre Grenze gerät, beginnt oft das tastende Reden von Gott. In diesem Thema verdichten sich Ehrfurcht, Trost, Zweifel und die Sehnsucht nach einem Sinn, der über das Sichtbare hinausweist. Seit Jahrhunderten suchen Menschen Worte für das, was sie trägt, erschüttert oder rettet.
Seine religiöse Tiefe entfaltet sich nicht nur in Gewissheiten, sondern ebenso im Fragen, Hoffen und Vertrauen. Die Sprüche zu diesem Thema spiegeln jene Bewegung des Herzens, die zwischen Demut und Zuversicht ihren Ausdruck sucht und im Glauben mehr erkennt als bloße Lehre oder fromme Formel.
Ich fürchte den Tod nicht; was ich in Gottes Auge gelte, weiß ich; ich bin ein armer Sünder, nur das Verdienst meines Erlösers wird mir die ewige Seligkeit erwerben.
— Heinrich Friedrich Karl vom Stein
Gott sieht das Herz an.
Gott gibt nicht mehr Frost als Kleider.
Kann man ein Heiliger sein ohne Gott? Das ist das einzige konkrete Problem, das ich heute kenne.
— Albert Camus
Ich habe einen Platz in Gottes Plan, auf Gottes Erde, den keiner anderer hat.
— John Henry Newman
Was Gott will erhalten, das kann nicht erhitzen noch erkalten.
Die Hilfe Gottes ist unser weiter Raum, der uns frei und fröhlich macht.
— Martin Luther
Wer Gott vertraut, hat wohl nicht auf Sand gebaut.
An Gottes Segen ist alles gelegen.
Wen Gott nicht hält, der fällt.
Gott verläßt die Seinen nicht.
Gott ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm
Ehe du Gott suchst, hat dich Gott schon gefunden.
Gott ist tot! Gott bleibt tot! Und wir haben ihn getötet! Wie trösten wir uns, die Mörder aller Mörder?
— Friedrich Nietzsche
Gott begegnet dir überall, wenn du ihn grüßen möchtest.
Der Mensch ist Gottes Kindheit.
— Angelus Silesius
Gott leitet seine Kinder, die er auserwählt hat, wunderliche Wege.
— Mechthild von Magdeburg
Gott ist nur ein erdachtes Wort, die Welt uns zu erklären.
— Alphonse de Lamartine
Alles Göttliche und alles Schöne ist schnell und leicht. Oder sammelt die Freude sich etwa so wie Geld und andere Materien durch ein konsequentes Betragen?
— Friedrich von Schlegel
Trink und iß, Gottes nicht vergiß