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Sprüche über Gott

887 Sprüche — Seite 20

Wo menschliche Sprache an ihre Grenze gerät, beginnt oft das tastende Reden von Gott. In diesem Thema verdichten sich Ehrfurcht, Trost, Zweifel und die Sehnsucht nach einem Sinn, der über das Sichtbare hinausweist. Seit Jahrhunderten suchen Menschen Worte für das, was sie trägt, erschüttert oder rettet.

Seine religiöse Tiefe entfaltet sich nicht nur in Gewissheiten, sondern ebenso im Fragen, Hoffen und Vertrauen. Die Sprüche zu diesem Thema spiegeln jene Bewegung des Herzens, die zwischen Demut und Zuversicht ihren Ausdruck sucht und im Glauben mehr erkennt als bloße Lehre oder fromme Formel.

  1. Wir sterben des Todes und sind wie Wasser, das auf die Erde gegossen wird und das nicht wieder gesammelt werden kann; aber Gott will nicht das Leben wegnehmen.

  2. Ohne Gottheit gibt es für den Menschen weder Zweck, noch Hoffnung, nur eine zitternde Zukunft, ein ewiges Bangen vor jeder Dunkelheit.

    Jean Paul

  3. Witz und Humor sind Gottesgaben ersten Ranges, und sie sind hier wohl am Platz.

    Theodor Fontane

  4. Ob die Jahre uns entgleiten, Wellen gleich an Ufers Rand, auch die Flüchtigkeit der Zeiten hältst du, Herr, mit starker Hand.

  5. Die Welt vergeht mit ihrer Pracht, die Zeit entflieht - eh du's gedacht, und alles nimmt dir einst der Tod, nur eins dir bleibt - nur ich, dein Gott!

  6. Gott ist nicht allmächtig. Er kann keine Mauer bauen, über die er nicht hinwegspringen kann. Er kann keinen Stein machen, den er nicht heben kann.

    Blaise Pascal

  7. Man verlässt Gott nicht, wenn man zu einem Hilfsbedürftigen geht, denn man findet ihn dort wieder

    Vinzenz von Paul

  8. Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben.

  9. Man sollte nicht ängstlich fragen: Was wird und kann noch kommen, sondern sagen: "Ich bin gespannt, was Gott jetzt noch mit mir vorhat".

    Selma Lagerlöf

  10. Wer Gott aufgibt, der löscht die Sonne aus, um mit einer Laterne weiter zu wandeln

    Christian Morgenstern

  11. Was wir um Christi willen aufgeben, ist unser Gewinn, was wir zurückbehalten, ist in Wirklichkeit Verlust.

    James Hudson Taylor

  12. Gott hat mir's gegeben, und der Teufel soll es mir nicht nehmen.

  13. Ich sammelte alle meine Gefühle in meinem Gebet.

    Fjodor M. Dostojewski

  14. Niemand kann frommer sein, als es ihm Gott hat zugemessen

  15. Gott windet aller Menschen Missetat auf einen Knäuel.

  16. Unser himmlischer Vater nimmt uns nie etwas fort, um uns arm zu machen.

    James Hudson Taylor

  17. Gott, inbrünstig möcht ich beten, doch der Erde Bilder treten immer zwischen dich und mich.

    Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff

  18. Gott will uns nicht durch eigene, sondern durch fremde Gerechtigkeit und Weisheit selig machen, durch eine Gerechtigkeit, die nicht aus uns kommt und aus uns wächst, sondern von anderswoher zu uns …

    Martin Luther

  19. Gott segne jeden Schritt, den ich mache und segne den Grund unter meinen Füßen.

  20. Vermutlich hat Gott die Frau erschaffen, um den Mann kleinzukriegen

    Voltaire