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Sprüche über Gott

887 Sprüche — Seite 39

Wo menschliche Sprache an ihre Grenze gerät, beginnt oft das tastende Reden von Gott. In diesem Thema verdichten sich Ehrfurcht, Trost, Zweifel und die Sehnsucht nach einem Sinn, der über das Sichtbare hinausweist. Seit Jahrhunderten suchen Menschen Worte für das, was sie trägt, erschüttert oder rettet.

Seine religiöse Tiefe entfaltet sich nicht nur in Gewissheiten, sondern ebenso im Fragen, Hoffen und Vertrauen. Die Sprüche zu diesem Thema spiegeln jene Bewegung des Herzens, die zwischen Demut und Zuversicht ihren Ausdruck sucht und im Glauben mehr erkennt als bloße Lehre oder fromme Formel.

  1. Geh fröhlich hin durchs blumenreiche Leben und pflücke manche Blume dir. Nicht nur für bittren Gram hat Gott das Leben uns gegeben, nein, auch für Freuden sind wir hier.

  2. Alles, was geschieht, ist nur Leid und Lied. Gott spielt auf der Harfe Trost sich zu.

    Klabund

  3. Warum hat Gott den Menschen das Gefühl der Schamhaftigkeit eingeflößt? Damit der Schneider leben kann.

    Georg Büchner

  4. Wenn nur die Reue in dir nicht erlahmt, so wird Gott alles verzeihen.

    Fjodor M. Dostojewski

  5. Nimm das Gebet aus der Welt, und es ist, als hättest du das Band der Menschheit mit Gott zerrissen, die Zunge des Kindes gegenüber dem Vater stumm gemacht.

    Gustav Theodor Fechner

  6. Politik besteht darin, Gott so zu dienen, dass man den Teufel nicht verärgert.

    Thomas Fuller

  7. Gott hat uns aus der Tiefe seines Herzens für eine Weile ins Leben gerufen und nimmt uns danach wieder in seinen ewigen Schoß zurück.

  8. Ein neues Frühjahr zu erleben, halte ich jedesmal für eine Gnade Gottes.

    Helmuth James Graf von Moltke

  9. Ich will aufhören, an Gott zu glauben, wenn ich sehe, dass ein Baum ein Gedicht macht und ein Hund eine Madonna malt; eher nicht.

    Christian Friedrich Hebbel

  10. Je verborgener Gottes Hand, desto stärker ist sie.

    John Henry Newman

  11. Wo zwei drum wissen, ist nur noch Gott dabei. Wenn aber drei zusammen sind, werden es rasch hundert wissen.

  12. In der Schöpfung greife ich Gott gleichsam mit Händen.

    Johannes Kepler

  13. Das ist die große Stille, die über Stürmen siegt, dass eines Menschen Wille in Gottes Willen liegt.

    Eduard Mörike

  14. Der Hund ist der Gott der Ausgelassenheit.

    Henry Ward Beecher

  15. Kein Volk hat Gott verlassen, das sich nicht selbst verließ.

    Heinrich von Treitschke

  16. Vor Gott kannst du sagen: "ich kann nicht!", aber nicht vor den Menschen.

  17. Was der Mensch sein möchte, aber nicht ist, dazu macht er seinen Gott.

    Ludwig Andreas Feuerbach

  18. Gott hat Mann und Frau erschaffen, damit sie einander lieben, während die Menschen das Dogma erfunden haben, dass Mann und Frau sich nur unter bestimmten Bedingungen lieben dürfen.

    John Knittel

  19. Ich spiele jetzt die Rolle eines Kunstmäzens und lasse mir vom lieben Gott täglich schöne Werke vormalen.

    Hans Thoma

  20. Wenn du allein bist so denke, dass Gott und dein Gewissen bei dir sind.