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Sprüche über Mensch

972 Sprüche — Seite 26

Zwischen Vernunft und Irrtum, Mitgefühl und Überheblichkeit bewegt sich das Bild vom Menschen seit jeher. Kein anderes Wesen kann so viel erschaffen, zerstören, hoffen, erinnern und sich zugleich über sich selbst täuschen. Darin liegt die Faszination dieses Themas, das nie nur Bewunderung, sondern immer auch Selbstprüfung verlangt.

Seine Widersprüchlichkeit ist kein Makel am Rand, sondern der eigentliche Kern des Menschseins. Die Sprüche zu diesem Thema beleuchten Würde und Schwäche, Verantwortung und Verblendung und zeigen, wie eng Größe und Fehlbarkeit im menschlichen Wesen miteinander verflochten sind.

  1. Die meisten Menschen besitzen wie Pflanzen verborgene Eigenschaften, die der Zufall entdeckt.

    François de la Rochefoucauld

  2. Irgendwie, bewußt oder unbewußt, ist jeder Mensch auf der Suche nach Gott.

    Rainer Haak

  3. Wenn du mit Sieg und Niederlage gleichermaßen fertig wirst, dann bist du ein richtiger Mensch

    Rudyard Kipling

  4. Jede höhere Stufe, welche der Mensch betritt, erfordert eine andere Lebensordnung

    Christoph Martin Wieland

  5. Das Wichtigste im Verkehr mit Menschen: ihnen ihre Ausreden wegräumen.

    Arthur Schnitzler

  6. Der Wiener ist ein mit sich' sehr unglücklicher Mensch, der den Wiener hasst, aber ohne den Wiener nicht leben kann.

    Hermann Bahr

  7. Sklavische Hingabe an die Launen des Schicksals ist eines denkenden Menschen unwürdig.

    Heinrich von Kleist

  8. Jeder Mensch hat auch seine moralische backside, die er nicht ohne Not zeigt und die er solange wie möglich mit den Hosen des Anstandes zudeckt.

    Georg Christoph Lichtenberg

  9. Mehr Dampf in einer Lokomotive erzeugen, als nötig ist für ihre höchste Bewegung, ist die Tat eines wahnsinnig gewordenen Maschinenführers. So ist der Mensch! Er rast dahin den Weg des Lebens und wird …

    Peter Altenberg

  10. Jeder Mensch ist ein Abgrund. Man schaudert, wenn man hineinsieht.

    Georg Büchner

  11. Es gibt naive Menschen, die sich erkennen und ihre Naivität geschickt zu benutzen verstehen

    François de la Rochefoucauld

  12. An sich selbst muss der Mensch in Erfahrung bringen, wie dem anderen zumute ist.

    Wilhelm Raabe

  13. In der Firmung erlangt der Mensch das Vollalter des geistlichen Lebens.

    Thomas von Aquin

  14. Der Mensch wandelt immer zwischen Abgründen, und ob er will oder nicht, besteht seine ihm eigenste Aufgabe darin, sein Gleichgewicht zu bewahren.

    José Ortega y Gasset

  15. Das Wichtigste für den Menschen ist der Mensch, da liegt nicht bloß sein Glück, da liegt auch seine Gesundheit.

    Theodor Fontane

  16. Man beurteilt einen Menschen nach seinen Feinden ebenso sehr wie nach seinen Freunden

    Joseph Conrad

  17. Die Menschen gebrauchen im allgemeinen nur einen kleinen Teil der Macht, die sie besitzen.

    William James

  18. Der Mensch steht im Mittelpunkt, und deshalb steht er allen im Weg.

  19. Irgendeinen Gegenstand pflegt jeder Mensch zu haben, den er überschätzt und überschätzt sehen will.

    Adolph Freiherr von Knigge

  20. Ein Mensch ist buchstäblich das, was er denkt, sein Charakter ist die gesamte Summe all seiner bisherigen Gedanken.

    James Allen