Sprüche über Mensch
972 Sprüche — Seite 37
Zwischen Vernunft und Irrtum, Mitgefühl und Überheblichkeit bewegt sich das Bild vom Menschen seit jeher. Kein anderes Wesen kann so viel erschaffen, zerstören, hoffen, erinnern und sich zugleich über sich selbst täuschen. Darin liegt die Faszination dieses Themas, das nie nur Bewunderung, sondern immer auch Selbstprüfung verlangt.
Seine Widersprüchlichkeit ist kein Makel am Rand, sondern der eigentliche Kern des Menschseins. Die Sprüche zu diesem Thema beleuchten Würde und Schwäche, Verantwortung und Verblendung und zeigen, wie eng Größe und Fehlbarkeit im menschlichen Wesen miteinander verflochten sind.
Der Mensch ist immer noch der beste Computer
— John F. Kennedy
Nicht der Mensch hat am meisten gelebt, welcher die höchsten Jahre zählt, sondern derjenige, welcher sein Leben am meisten empfunden hat.
— Jean-Jacques Rousseau
Das sicherste Mittel, arm zu bleiben, ist, ein ehrlicher Mensch zu sein.
— Napoleon
Jeder Mensch hat ein Brett vor dem Kopf. Es kommt nur auf die Entfernung an.
— Marie von Ebner-Eschenbach
Kein kluger Mensch hat jemals gewünscht, jünger zu sein.
— Jonathan Swift
Der Mensch ist ein Raubtier mit manchmal humanen Ansätzen
— Friedrich Dürrenmatt
Eine neue Rolle des Lebens spielt der Mensch am wärmsten und besten
— Jean Paul
Der Mensch ist eher geboren als der Amtmann.
Die Zeit geht hin, und der Mensch gewahrt es nicht.
— Dante Alighieri
Menschenherz und Meeresboden sind unergründlich.
Lege deinem Mitmenschen Steine in den Weg; er mag sich daraus etwas bauen
— Johann Wolfgang von Goethe
Die Menschen verstehen nicht, welch große Einnahmequelle in der Sparsamkeit liegt
— Marcus Tullius Cicero
Der einzige Mist, auf dem nichts wächst, ist der Pessimist.
— Theodor Heuss
Wer dich verschmäht, du edler Wein, der ist nicht wert, ein Mensch zu sein.
— Joachim Perinet
Trügerisch hängt über den Menschen die Zeit, rollt mit sich dahin des Lebens Flut.
— Pindar
Das ganze Jahrhundert ist ein Wettrennen nach großen Zielen mit kleinen Menschen
— Jean Paul
Der Mensch hat zwei Arme, um zu arbeiten - und zwei Beine, um vor der Arbeit zu flüchten
Welchen Sinn hat das Leben eines Menschen, der keine Zeit hat?
— Frank Wedekind
Der Mensch ist geboren, um in ewig zappelnder Ruhelosigkeit oder in der tatenlosen Lethargie der Langeweile sein Leben zu verbringen.
— Voltaire
Durch die Natur wird das Herz des Menschen gemildert und gesänftigt.
— Adalbert Stifter