2158 Sprüche — Seite 34
Wenn's auf dem Berg gereift hat, so ist im Tal alles erfroren.
Beim Jauche-Fahr'n vergeht der Spass, fällt das Toupet ins Jauchefass!
Allen Tieren ist Friede gesetzt ausser Bären und Wölfen.
Den Esel will jedermann reiten.
Wer mit Füchsen zu tun hat, muss den Hühnerstall zuhalten.
Wenn die alten Kühe tanzen, so klappern ihnen die Klauen.
Tummeln sich an Gertrud die Haselmäuse, ist es weit mit des Winters Eise. (17. Nov.)
Der Honig ist nicht weit vom Stachel
Mutterflüche kleben nicht, und Vaters Zorn schwärt nicht.
Unser ganzes Leben ist ein nie wiederkehrender Geburtstag, den wir darum heiliger und freudiger begehen sollen.
— Jean Paul
Das Leben gleicht einem Buche; Toren durchblättern es flüchtig, der Weise liest es mit Bedacht, weil er weiß, dass er es nur einmal lesen kann.
— Jean Paul
Wenn ich das Wunder eines Sonnenuntergangs oder die Schönheit des Mondes bewundere, weitet sich meine Seele in der Ehrfurcht vor dem Schöpfer
— Mahatma Gandhi
Die Frau ist der annehmbarste Naturfehler.
— John Milton
Wer auch immer weiss, wie er die Güte, die er empfangen hat, zurückgeben kann, muss ein wertvoller Freund sein
Wie das Wetter am Markarius war, so wird der September, trüb oder klar. (04. Jan.)
Allzu viel ist ungesund
Freund, lerne zweierlei, so wirst du nicht verderben: zum ersten lerne was, um etwas zu erwerben, zum andern lerne das, was niemand dich kann lehren: Gern das, was du nicht kannst erwerben, zu entb …
— Friedrich Rückert
Das Leben gleicht einem Blitz. Wie bald sind beide dahin
Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern
— Konrad Adenauer
Goldmacher sind verrufen schier, wie wohl ein jeder weiß. Doch bleiben zwei, die längst erprobt: die Ehe und der Fleiß. Der Fleiß macht Gold. Nicht jeder trifft's. Man plagt sich früh und spat u …
— Franz Grillparzer
Wenn die Liebe das Schulmeistern anfängt, hat sie bald Ferien
— Publius Syrus
Ein Baum mag tausend Zhàng hoch sein, die Blätter fallen doch zurück zu seinen Wurzeln.
Obwohl aller sterblichen Natur unsichtbar, wird Gott aus seinen Werken selber ersehen.
— Aristoteles
Die Tränen einer Witwe werden vom ersten Wind getrocknet
Die Natur auffassen und sie unmittelbar benutzen, ist wenig Menschen gegeben
— Francois Rabelais
Man darf niemals "zu spät" sagen. Auch in der Politik ist es nie zu spät. Es ist immer Zeit für einen neuen Anfang
— Konrad Adenauer
Ein Hund wird sich an drei Tage Freundlichkeit drei Jahre lang erinnern, eine Katze wird drei Jahre Freundlichkeit nach drei Tagen vergessen.
Dem Gesunden ist jeder Tag ein Fest.
Sommer ist bei uns nur ein grün angestrichener Winter.
— Christian Johann Heinrich Heine
Wenn Vögel nicht mehr fliegen und Männer Kinder kriegen. Wenn keine Mücke sticht, vergess' ich dein Gesicht.
Ich bin bei dir, du seist auch noch so ferne, du bist mir nah! Die Sonne sinkt, bald leuchten mit die Sterne. Oh, wärst du da!
— Johann Wolfgang von Goethe
Das Reifwerden eines Christen ist im Grunde ein Dankbarwerden.
— Friedrich von Bodelschwingh
Ist in einem schönen Apfel kein Wurm, so wäre doch gern einer drin.
Wenn der Bauer auf dem Miststock kräht kommt der Psychiater meist zu spät.
Der Vater liebt das Kind nur, solange die Mutter bei ihm bleibt.
Sei einfach und bescheiden, das ist die größte Zier. So kann dich jeder leiden, und das wünsche ich dir.
Im Dank ist mehr darin als der Dank an den Gebenden. Jeder Dank reicht über den Beschenkten, den Schenkenden und die Gabe hinaus.
— Max Picard
Wenn es zu Kunigunde friert, sie es noch vierzig Nächte spürt. (03. März)
Wir lernten uns vor langem kennen. Zwar will ich es nicht Zufall nennen. Doch muss ich ehrlich eingestehn, die Zeit mit dir war schön.
Witz tötet, Humor macht lebendig! Er führt zum Nachdenken, während jener alles Denken wie durch einen scharfen Blitz beendet.
— Georg Christoph Lichtenberg