2158 Sprüche — Seite 22
Man darf wohl eine Bitte abweisen, aber nimmermehr darf man einen Dank abweisen oder, was dasselbe ist, ihn kalt und konventionell annehmen
— Friedrich Nietzsche
Jeden Morgen sich ins Sterben hineindenken, das lehrt uns, den neuen Tag richtig schätzen - nicht zu gering, weil er ein köstliches Geschenk ist; nicht zu hoch, weil er heute noch vergeht.
— Peter Rosegger
Wer Bäume pflanzt liebt noch andere außer sich selbst.
Es geht ewig zu Ende, und im Ende keimt ewig der Anfang
— Peter Rosegger
Ein Mädchen ohne Freund ist wie ein Frühling ohne Blüten
Am Septemberregen ist dem Bauern viel gelegen.
Besser karg als arg
Dankbarkeit gefällt, Undank hat die ganze Welt.
Alles Alte, soweit es den Anspruch darauf verdient hat, sollen wir lieben; aber für das Neue sollen wir eigentlich leben.
— Theodor Fontane
Jeder glückliche Augenblick ist eine Gnade und muss zum Danke stimmen.
— Theodor Fontane
Jeder nach seinem Sinn wählt seiner Freuden Ort: der Rosenkäfer hier, und der Mistkäfer dort.
— Friedrich Rückert
Wir wundern uns nie über den Sonnenaufgang einer Freude, sondern über den Sonnenuntergang derselben.
— Jean Paul
Die schönsten Dinge auf der Welt sind die nutzlosesten; zum Beispiel Pfauen und Lilien.
— John Ruskin
Das Talent des Menschen hat seine Jahreszeiten - wie die Früchte.
— François de la Rochefoucauld
Die Natur versteht keinen Spass, sie ist immer wahr, sie hat immer recht, und die Fehler und Irrtümer sind immer die der Menschen
— Johann Wolfgang von Goethe
Wir mögen die Welt kennen lernen, wie wir wollen, sie wird immer eine Tag- und eine Nachtseite behalten.
— Johann Wolfgang von Goethe
Erziehung ist alles. Der Pfirsich war einst eine Bittermandel, und der Blumenkohl ist nichts als ein Kohlkopf mit akademischer Bildung.
— Mark Twain
Die Fliege, die nicht geklappt sein will, setzt sich am sichersten auf die Klappe selbst.
— Georg Christoph Lichtenberg
Ahme den Gang der Natur nach. Ihr Geheimnis ist Geduld.
— Ralph Waldo Emerson
Ein Garten entsteht nicht dadurch, dass man im Schatten sitzt.
— Rudyard Kipling
So oft die Sonne aufgeht erneuert sich mein Hoffen und bleibt, bis sie untergeht, wie eine Blume offen.
— Gottfried Keller
Der Wechsel vergnügt die menschlichen Sinnen, dies lehrt uns der Umgang und auch die Natur.
— Johann Christian Günther
Es gibt eine Blüte auch bei Runzeln
— Apollonius von Rhodos
Blitzt und donnert es mit Schauern, kriecht das Vieh ins Bett zum Bauern!
Der Garten ist ein anderer Himmel mit Sternen aus Blumen.
Die Mücke fliegt so lang ums Licht, bis sie sich versengt.
Barbara im weissen Kleid, verkündet gute Sommerzeit. (04. Dez.)
Zu Theres beginnt die Weinles'. (15. Okt.)
Kracht die Kuh durchs Scheunendach, wollt’ sie wohl den Schwalben nach.
Der Eber ist stets missgestimmt, weil seine Kinder Ferkel sind.
Das macht den Bauern gar nicht froh, wenn's regnet in sein Cabrio.
Kommt der Zorn, geht der Verstand.
Willst du dich in dem Glück nicht ausgelassen freun, im Unglück nicht unmäßig kränken, so lern so klug wie Eulenspiegel sein: im Unglück gern ans Glück, im Glück ans Unglück denken.
— Christian Fürchtegott Gellert
Wer die Freundschaft und die Liebe nie gesucht mit heißem Triebe, ist ein zehnmal ärmerer Tor als wie der, der sie verlor.
Die Zeit schwindet dahin, und wir altern durch unmerkliche Jahre, und die Tage fliehen, da keine Zügel ihnen Einhalt gebieten.
— Ovid
Ein Traum, ein Traum ist unser Leben auf Erden hier. Wie Schatten auf den Wogen schweben und schwinden wir. Und messen unsere trägen Tritte nach Raum und Zeit, und sind (und wissen's nicht) in Mitt …
— Johann Gottfried Herder
Gemüt ist mehr als Geist, denn das Gemüt besteht als Wurzel, wenn der Geist wie Blütenstaub vergeht.
— Friedrich Rückert
Aufschub einer guten Tat Hat schon oft gereut! Hurtig leben ist mein Rat. Flüchtig ist die Zeit!
— Johann Wilhelm Ludwig Gleim
Worte sind die einzigen Dinge, die nie vergehen.
— William Hazlitt
Der Mittelpunkt alles Menschenverderbens ist Verhärtung des Herzens.
— Johann Heinrich Pestalozzi