2158 Sprüche — Seite 33
Zu Oswald wächst die Rübe bald. (05. August)
Gibt's im Juni Donnerwetter, wird auch das Getreide fetter.
Es gibt eine Stille, in der man meint, man müsse die einzelnen Minuten hören, wie sie in den Ozean der Ewigkeit hinuntertropfen.
— Adalbert Stifter
Was man von der Minute ausgeschlagen, gibt keine Ewigkeit zurück.
— Friedrich von Schiller
Ich ziehe deshalb den Herbst dem Frühjahr vor, weil das Auge im Herbst den Himmel, im Frühjahr aber die Erde sucht.
— Sören Kierkegaard
Wenn Leute mit mir über das Wetter reden, habe ich immer das ganz sichere Gefühl, dass sie etwas anderes sagen wollen. Und das macht mich so nervös.
— Oscar Wilde
Das Wasser kann ohne Fische auskommen, aber kein Fisch ohne Wasser
Vier Dinge kommen nicht zurück: das gesprochene Wort, der abgeschossene Pfeil, das vergangene Leben und die versäumte Gelegenheit.
Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben
Nie wirst du mit danken fertig, ist doch Freude gegenwärtig auch im kleinsten Ding. Nie wird man mit danken fertig, weiss man um den Sinn
Niemand vermutet, wie viel von seiner Ehrlichkeit er den Gesetzen zu verdanken hat.
— Emanuel Wertheimer
Wo du auch bist, danke für Tabak und Tee.
Die Natur ist die große Ruhe gegenüber unserer Beweglichkeit. Darum wird sie der Mensch immer mehr lieben, je feiner und beweglicher er werden wird.
— Christian Morgenstern
Tummeln die Krähen sich noch, bleibt lang des Winters Joch.
Wenn es dem Severin gefällt, dann bringt er mit die große Kält'. (08. Jan.)
Pankraz, Servaz und Bonifaz, die machen erst der Sonne Platz. (12. - 14. Mai)
O Menschenherz, was ist Dein Glück? Ein rätselhaft geborner und, kaum gegrüßt, verlorner unwiederholter Augenblick.
— Nikolaus Lenau
Der Mensch ist dazu bestimmt, den Sturz seiner Götter zu überleben.
— David Herbert Lawrence
Eine Frau, die sich entblaettert, muss nicht unbedingt im Herbst des Lebens stehen.
Sag danke, kleiner Mensch, für den Strom der Liebe, der leise durch die Welt geht.
Genieße, was dir Gott beschieden; entbehre gern, was du nicht hast; ein jeder Stand hat seinen Frieden, ein jeder Stand hat seine Last
— Christian Fürchtegott Gellert
Gebrauchter Pflug blinkt, stehend Wasser stinkt.
Die Wahrheit triumphiert nie, ihre Gegner sterben nur aus.
— Max Planck
Der Mensch sieht oft nur zu spät ein, wie sehr er geliebt wurde, wie vergeßlich und undankbar er war und wie groß das verkannte Herz.
— Jean Paul
Dank ist keine Erniedrigung, sondern ein Zeichen hellen Verstandes, welcher die Verhältnisse erkennt, und ein Zeichen eines guten Gemütes, welches der Liebe fähig ist. Denn wer nicht danken kann, …
— Jeremias Gotthelf
Mit der Schule, Hetz und Qual wird es bald zu Ende gehen. Halte hoch das Ideal: Echte Freundschaft muss bestehen!
Ein Baum wird noch lange kein Krokodil, wenn er jahrelang im Niger treibt.
Es gibt viele Dinge, die nicht vernünftig und doch ganz natürlich sind.
— George Bernard Shaw
Die Jahre werden vergehen, wenn wir uns nicht mehr sehen. Doch als Erinnerung an mich, schreib ich diesen Vers für dich.
Wenn du vergnügt sein willst, umgib dich mit Freunden; wenn du glücklich sein willst, umgib dich mit Blumen.
Rosen, Tulpen, Nelken, alle Blumen welken. Nur die eine nicht, und die heißt Vergissmeinnicht.
Geh in den Garten und höre auf die Stille zwischen den Geräuschen: Dies ist die wahre Musik der Natur.
Die Blume kehrt wieder zur Wurzel zurück.
Wenn Winde wehen im Advent, dann wird uns reiche Ernt' geschenkt.
Wenn du auf schlechtes Wetter fluchst, verzerrst noch wütend dein Gesicht, bedenke - was du auch versuchst: Das Wetter int'ressiert es nicht
— Karl-Heinz Söhler
Ein voller Bauch studiert nicht gern
Der Dank ist für kleine Seelen eine drückende Last, für edle Herzen ein Bedürfnis.
— Georg Christoph Lichtenberg
Morgenrot am ersten Tag, Unwetter bringt und große Plag'.
Wie der Basillus, so der September. (02. Jan.)
Willst Du nicht Dein Herz öffnen, zu hören, was Regenbogen und Sonne lehren?
— Ralph Waldo Emerson