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Sprüche über Arbeit

971 Sprüche — Seite 34

Mehr als Pflicht, Broterwerb oder bloße Beschäftigung ist Arbeit eine Form, Spuren in der Welt zu hinterlassen. In ihr zeigen sich Ehrgeiz, Können, Ausdauer und die Frage, ob Mühe nur belastet oder auch Sinn stiftet. Deshalb berührt dieses Thema den Alltag ebenso wie das Selbstbild eines Menschen.

Sein Gewicht erhält es dort, wo Tun und Haltung miteinander verbunden sind. Die Sprüche über Arbeit handeln von Fleiß und Berufung, von Last und Erfüllung und von jener stillen Würde, die entsteht, wenn aus Anstrengung nicht bloß Ergebnis, sondern auch Charakter wächst.

  1. Gute Katzen mausen daheim und in anderen Häusern.

  2. Kraue die Sau, bis sie liegt, dann gib ihr den Stich.

  3. Geh hin und werd ein Krämer, sagt der Henker zu seinem Knecht.

  4. Es pflegt nicht leicht ein Krämer einen Markt zu versäumen.

  5. Kundschaft verderbt manchen Mann.

  6. Mühl ohne Gang, Glock ohne Klang, Hand ohne Gaben, Schul ohne Knaben, will niemand haben.

  7. Wie's auf die Mühle kommt, so wird's gemahlen.

  8. Müllers Henn und Witwers Magd hat selten Hungersnot geklagt.

  9. Geh lieber zum Schmied als zum Schmiedchen.

  10. Gibst du mir Geld, spricht der Schuster, so geb ich dir Schuh.

  11. Eine jede Arbeit, welche den Menschen in Anspruch nimmt, macht den Menschen still und bewirkt, dass er sich in das gesellschaftliche Gefüge seiner Stelle einordnet.

    Carl Friedrich Paul Ernst

  12. Wir haben auch Arbeit, und gar zu zweit, und haben die Sonne und Regen und Wind. Und uns fehlt nur eine Kleinigkeit, um so frei zu sein, wie die Vögel sind: nur Zeit.

    Richard Fedor Leopold Dehmel

  13. Träume sind nicht Taten. Ohne Arbeit wird Dir nichts geraten.

    Ernst Moritz Arndt

  14. Mann der Arbeit, aufgewacht! Und erkenne deine Macht! Alle Räder stehen still, wenn dein starker Arm es will.

    Georg Friedrich Rudolph Herwegh

  15. Könnte ich leben, ohne zu arbeiten, ich wäre das glücklichste Wesen unter der Sonne

    Franziska Gräfin zu Reventlow

  16. Länger als Taten lebt das Wort.

    Pindar

  17. Das Schwierigste tun wir heute, das Unmögliche morgen und übermorgen tun wir das, was uns Spaß macht.

    Fridtjof Nansen

  18. Der Weg zur Ruhe geht durch das Gebiet der allumfassenden Tätigkeit

    Novalis

  19. Der Schweiß ist die Träne der Arbeit.

    Peter Hille

  20. Wenn der Mensch keinen Genuß mehr an der Arbeit findet und nur arbeitet, um so schnell wie möglich zum Genuß zu gelangen, so ist es nur ein Zufall, wenn er kein Verbrecher wird.

    Christian Matthias Theodor Mommsen