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Sprüche über Arbeit

971 Sprüche — Seite 45

Mehr als Pflicht, Broterwerb oder bloße Beschäftigung ist Arbeit eine Form, Spuren in der Welt zu hinterlassen. In ihr zeigen sich Ehrgeiz, Können, Ausdauer und die Frage, ob Mühe nur belastet oder auch Sinn stiftet. Deshalb berührt dieses Thema den Alltag ebenso wie das Selbstbild eines Menschen.

Sein Gewicht erhält es dort, wo Tun und Haltung miteinander verbunden sind. Die Sprüche über Arbeit handeln von Fleiß und Berufung, von Last und Erfüllung und von jener stillen Würde, die entsteht, wenn aus Anstrengung nicht bloß Ergebnis, sondern auch Charakter wächst.

  1. Ochsen gehen langsam, ziehen aber gut.

  2. Dem Ochsen, der da drischt, soll man das Maul nicht verbinden.

  3. Man kann nicht allzeit mit eigenen Ochsen pflügen.

  4. Wenn einem Ochsen die Haut wird abgezogen, so ist die größte Arbeit am Schwanz.

  5. Er spannt die Ochsen hinter den Pflug.

  6. Er sattelt den Ochsen und koppelt die Pferde.

  7. Das Pferd soll zur Krippe gehn, nicht die Krippe zum Pferd.

  8. Ein gut Pferd ist seines Futters wert.

  9. Ein Pferd, das zuviel Futter kriegt, schupft seinen Herrn.

  10. Ein schlecht Pferd, das sein Futter nicht verdient.

  11. Wer dem Pferde seinen Willen läßt, den wirft es aus dem Sattel.

  12. Wer mehr hinter die Pferde legt als vor sie, der füttert nicht lange.

  13. Das Pferd will wohl den Hafer, aber nicht den Sattel.

  14. Das Pferd, das den Hafer verdient, kriegt dessen wenig.

  15. Wer sein eigen Pferd reiten will, muss seinen eigenen Hafer füttern.

  16. Das Pferd, das am besten zieht, bekommt die meisten Schläge.

  17. Wenn das Pferd zu alt ist, spannt man's in den Karren.

  18. Man muss mit den Pferden pflügen, die man hat.

  19. Wer mehr hinter als vor die Rosse legt, wird nicht lange fahren.

  20. Will das Roß nicht mehr ziehen, fällt es dem Schinder anheim.