Sprüche über Arbeit
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Mehr als Pflicht, Broterwerb oder bloße Beschäftigung ist Arbeit eine Form, Spuren in der Welt zu hinterlassen. In ihr zeigen sich Ehrgeiz, Können, Ausdauer und die Frage, ob Mühe nur belastet oder auch Sinn stiftet. Deshalb berührt dieses Thema den Alltag ebenso wie das Selbstbild eines Menschen.
Sein Gewicht erhält es dort, wo Tun und Haltung miteinander verbunden sind. Die Sprüche über Arbeit handeln von Fleiß und Berufung, von Last und Erfüllung und von jener stillen Würde, die entsteht, wenn aus Anstrengung nicht bloß Ergebnis, sondern auch Charakter wächst.
Der wesentliche Wert der Frau liegt in ihrer Gebärfähigkeit und in ihrem hauswirtschaftlichen Nutzen
— Thomas von Aquin
Jede Arbeit ist wichtig, auch die kleinste. Es soll sich keiner einbilden, seine Arbeit sei über die seines Mitarbeiters erhaben. Jeder soll mitwirken zum Wohle des Ganzen.
— Robert Bosch
Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen
Wer A sagt, muss auch B sagen
Der Wert der Leistung liegt im Geleisteten.
— Albert Einstein
Aus fremdem Leder ist leicht Riemen schneiden
Gut Ding will Weile haben
Wer Fische fangen will, muss sich nass machen
An Lichtmess fängt der Bauersmann neu mit des Jahres Arbeit an. (02. Feb.)
Mit einem Herrn steht es gut, der, was befohlen, selber tut.
Jedes Ding an seinem Ort, spart viel Zeit, Verdruss und Wort.
Ein guter Anschaffer ist besser als zwei schlechte Schaffer.
Soll fegen der Besen recht blank und rein, dann darf er ja selber nicht schmutziger sein.
Die beste Aufsicht muss hie und da ein Aug' zudrücken.
Raste ich, so roste ich.
Vom Schönsein kann man nicht leben.
Nur wer den Garten sorglich pflegt, weiß auch, dass er ihm Früchte trägt.
Wenn der Gärtner schläft, pflanzt der Teufel Unkraut.
Die Hacke ist das Spielzeug des Gärtners.
Wer nicht jätet früh, jätet später mit doppelter Müh'.