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Sprüche über Natur

770 Sprüche — Seite 23

In der Natur begegnet dem Menschen eine Ordnung, die älter ist als jedes Denken und größer als jedes eigene Vorhaben. Berge, Wälder, Wasser und Himmel erinnern daran, dass Schönheit und Gesetz, Werden und Vergehen untrennbar zusammengehören. Deshalb berührt dieses Thema nicht nur die Sinne, sondern auch das Bewusstsein für Maß und Herkunft.

Ihre eigentliche Größe zeigt sich darin, dass sie sich nicht beherrschen lässt, sondern Achtung verlangt. Die Sprüche zu diesem Thema machen sichtbar, wie eng Mensch und Natur verbunden bleiben und warum in ihrer Betrachtung oft Demut, Trost und eine Ahnung vom Ganzen zugleich aufscheinen.

  1. Wenn der Magen voll ist, singen die Vögel und die Menschen lachen.

  2. Die Sterne, die begehrt man nicht, man freut sich ihrer Pracht.

    Johann Wolfgang von Goethe

  3. Auch der dickste Eiszapfen hat auf Dauer keine Chance gegen die Sonne.

  4. Im Herbst verkauft man Obst, im Frühling - Medizin

  5. Im Frühling kehrt die Sonne in die Knochen zurück.

    Vergil

  6. Das schöne Blau der Luft wird durch die Dunkelheit hervorgerufen, die dahinter ist.

    Leonardo da Vinci

  7. Keiner kennt die Härte eines Kiesels besser, als wer auf ihn einschlägt!

    Seneca

  8. Frauen und Wind sind notwendige Übel.

  9. Heilige Mutter Erde, die Bäume und die ganze Natur sind Zeugen deines Denkens und Wirkens

  10. Es ist wichtiger, dass sich jemand über eine Rosenblüte freut, als dass er ihre Wurzel unter das Mikroskop bringt.

    Oscar Wilde

  11. Narren hasten - Kluge warten - Weise gehen in den Garten.

    Rabindranath Tagore

  12. Es kommt nicht auf das an, was die Natur aus dem Menschen, sondern was dieser aus sich selbst macht

    Immanuel Kant

  13. Willst du für ein Jahr planen, säe Reis. Planst du für ein Jahrzehnt, pflanze Bäume. Planst du für ein Leben, erziehe einen Menschen.

  14. Wenn kein Gott existierte, müsste man ihn erfinden; doch er existiert! Die ganze Natur ruft es uns zu.

    Voltaire

  15. Wer ein Kamel liebt, muss sich mit seinen Höckern abfinden.

  16. Der Spiegel der Natur ist der klarste Spiegel! Ihn muss man schauen, an ihm sich ergötzen.

    Fjodor M. Dostojewski

  17. Die Erde braucht Dünger wie der Fisch das Wasser.

  18. Die Blumen des eigenen Gartens duften nicht so stark wie die wilden Blumen. Dafür halten sie länger.

  19. Vertreibe die Natur mit der Mistgabel - immer wieder wird sie zurückkehren.

    Horaz

  20. Viele Wege führen zum Gipfel eines Berges, doch die Aussicht bleibt die gleiche