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Sprüche über Natur

770 Sprüche — Seite 42

In der Natur begegnet dem Menschen eine Ordnung, die älter ist als jedes Denken und größer als jedes eigene Vorhaben. Berge, Wälder, Wasser und Himmel erinnern daran, dass Schönheit und Gesetz, Werden und Vergehen untrennbar zusammengehören. Deshalb berührt dieses Thema nicht nur die Sinne, sondern auch das Bewusstsein für Maß und Herkunft.

Ihre eigentliche Größe zeigt sich darin, dass sie sich nicht beherrschen lässt, sondern Achtung verlangt. Die Sprüche zu diesem Thema machen sichtbar, wie eng Mensch und Natur verbunden bleiben und warum in ihrer Betrachtung oft Demut, Trost und eine Ahnung vom Ganzen zugleich aufscheinen.

  1. Auch an Dornen fehlt's wohl nicht, denk ich, wenn ich Rosen sehe. Rosen sind wohl in der Nähe, denk ich, wenn ein Dorn mich sticht.

    Rupert Johann Hammerling

  2. Man kann einen Baum nicht nach der Güte seiner Blätter einschätzen, sondern nur nach der Güte seiner Früchte.

    Giordano Bruno

  3. Auf jeden Grashalm fällt ein Tröpfchen Tau.

  4. Gegen die Erde gibt es keinen Trost als den Sternenhimmel.

    Jean Paul

  5. Nach einem unerbittlichen Naturgesetz fliegen dem Menschen die gebratenen Tauben nicht in den Mund.

    Daniel Spitzer

  6. Die Unwissenheit ist eine Nacht ohne Mond und ohne Sterne!

  7. Jeden Morgen in meinem Garten öffnen neue Blüten sich dem Tag. Überall ein heimliches Erwarten, das nun länger nicht mehr zögern mag.

    Matthias Claudius

  8. Über Rosen läßt sich dichten, in die Äpfel muß man beißen.

    Karl Maria von Weber

  9. Niemand ist nur Individuum, das heißt ein Wesen, das mit der Geburt in die Welt tritt und mit dem Tod endet. Wie bei Einzelmenschen gibt es auch in den Familien Auf- und Abstieg. Genauso ist es in der …

    John Knittel

  10. Der Mensch ist die Krone der Schöpfung: Er kann denken. Er hat Bewußtsein seiner selbst.

    René Descartes

  11. Nur wer ein Auge dafür hat, sieht etwas schönes und gutes in jedem Wetter, er findet Schnee, brennende Sonne, Sturm und ruhiges Wetter schön, hat alle Jahreszeiten gern und ist im Grunde damit zu …

    Vincent van Gogh

  12. Es gibt keine andere Motivation, auf Berge zu steigen, als den Egoismus.

    Reinhold Messner

  13. Das Bergsteigen findet in einer Welt statt, wo jeder die Verantwortung für sich selber zu tragen hat.

    Reinhold Messner

  14. Nichts hat mir auch nur annähernd zu so vielen Erkenntnissen verholfen, wie Landschaften und deren Entsprechungen in meiner Seele

    Reinhold Messner

  15. Ein liebend Paar ist wie Sonnenaufgang und Sonnenuntergang. Es gibt sie alle Tage, aber wir sehen sie selten.

    Samuel Butler

  16. Wohl dem, der, ohne sich mit andern zu vergleichen, den Genuss hin nehmen kann, den die Natur mit der Selbstgemäßheit unzertrennlich verbunden hat!

    Johann Georg Adam Forster

  17. Das Männliche stammte ursprünglich von der Sonne, das Weibliche von der Erde, das Doppelgeschlecht vom Mond, da auch der Mond an beiden teilhat

    Aristophanes

  18. Die Natur übte erst mit Blumen, ehe sie die Frauen schuf.

    Emanuel Wertheimer

  19. Der Wind pfeift darauf, ob der Baum müde ist

  20. Freude ist wie das Erblühen einer Knospe, ein Sonnenaufgang, ein erfrischender Quell auf der Wanderung.

    Else Pannek