770 Sprüche — Seite 29
In der Natur begegnet dem Menschen eine Ordnung, die älter ist als jedes Denken und größer als jedes eigene Vorhaben. Berge, Wälder, Wasser und Himmel erinnern daran, dass Schönheit und Gesetz, Werden und Vergehen untrennbar zusammengehören. Deshalb berührt dieses Thema nicht nur die Sinne, sondern auch das Bewusstsein für Maß und Herkunft.
Ihre eigentliche Größe zeigt sich darin, dass sie sich nicht beherrschen lässt, sondern Achtung verlangt. Die Sprüche zu diesem Thema machen sichtbar, wie eng Mensch und Natur verbunden bleiben und warum in ihrer Betrachtung oft Demut, Trost und eine Ahnung vom Ganzen zugleich aufscheinen.
Sie verwechseln ihren Hintern mit ihrem Herzen und glauben, der Mond sei dafür geschaffen, ihren Lokus zu beleuchten.
— Gustave Flaubert
O Sonnenschein! O Sonnenschein! Wie scheinst du mir ins Herz hinein.
— Robert Schumann
Krieg'n im Mai die Büsche Blätter, wirkt die Landschaft gleich viel netter.
Was für ein hässliches Tier ist der Affe, und wie sehr ähnelt er uns.
— Marcus Tullius Cicero
So viel Dornen ein Rosenstock, so viel Haare ein Ziegenbock, so viel Flöh ein Pudelhund, so viel Jahre bleib gesund.
Golf ist ein verdorbener Spaziergang
— Kurt Tucholsky
Bringt Rosamund Sturm und Wind, so ist Sybille (29. April) uns gelind. (02. April)
Der Sommer, der vergeht, ist wie ein Freund, der uns Lebewohl sagt
— Victor-Marie Hugo
Die Sonne geht an keinem Dorf vorüber.
Schaue auf Dich selbst, nicht auf die Sonne, wenn Dein Garten nicht blüht.
Wahre Herzensdemut kann nur der Gedanke an Gott und der Blick in die große Natur geben.
— Karl Julius Weber
Zyniker: ein Mensch, der, wenn er Blumen sieht, nach dem Sarg Ausschau hält.
— H. L. Mencken
Genieße jedes Wetter, solange es die Natur erlaubt.
Die Liebe ist unter den Tugenden, was die Sonne unter den Sternen: Sie gibt ihnen Glanz und Schönheit
— Franz von Sales
Kein Tier ist so wild, dass nicht menschliche Mühe es zähmen könnte; und die menschliche Seele, die alles zu zähmen vermag, soll nicht zu zähmen sein?
— Erasmus von Rotterdam
Glück - das ist in beiden Händen Blumen halten
Die Idee des Meeres ist in einem Wassertropfen vereint.
— Baruch de Spinoza
Das Herz und die Rose sind das einzig unvergängliche.
— Philippus Theophrastus Paracelsus
Die Sonne ist die Universalarznei aus der Himmelsapotheke.
— Friedrich Gottlieb Klopstock
Krankheiten überfallen den Menschen nicht wie ein Blitz aus heiterem Himmel, sondern sind die Folgen fortgesetzter Fehler wider die Natur.
— Hippokrates von Kós