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Sprüche über Natur

770 Sprüche — Seite 34

In der Natur begegnet dem Menschen eine Ordnung, die älter ist als jedes Denken und größer als jedes eigene Vorhaben. Berge, Wälder, Wasser und Himmel erinnern daran, dass Schönheit und Gesetz, Werden und Vergehen untrennbar zusammengehören. Deshalb berührt dieses Thema nicht nur die Sinne, sondern auch das Bewusstsein für Maß und Herkunft.

Ihre eigentliche Größe zeigt sich darin, dass sie sich nicht beherrschen lässt, sondern Achtung verlangt. Die Sprüche zu diesem Thema machen sichtbar, wie eng Mensch und Natur verbunden bleiben und warum in ihrer Betrachtung oft Demut, Trost und eine Ahnung vom Ganzen zugleich aufscheinen.

  1. Mit tiefer Ehrfurcht schau' ich die Schöpfung an, denn du, Namenloser, du schufest sie!

    Friedrich Gottlieb Klopstock

  2. Der heilige Leopold ist dem Altweibersommer hold. (15. Nov.)

  3. Wer freit Nachbars Kind, der weiss, was er find.

  4. Die Gesetze der Natur sind wunderbar, aber ihr Räderwerk zermalmt viele Insekten wie die Regierungen viele Menschen.

    Antoine de Rivarol

  5. Wir haben auch Arbeit, und gar zu zweit, und haben die Sonne und Regen und Wind. Und uns fehlt nur eine Kleinigkeit, um so frei zu sein, wie die Vögel sind: nur Zeit.

    Richard Fedor Leopold Dehmel

  6. Wenn der Mensch keine anderen Fähigkeiten hätte, außer Rosen zu ziehen, so wäre er dennoch vollkommen!

    William Wilkie Collins

  7. Die Blume ist das Lächeln der Pflanze.

    Peter Hille

  8. Dreikönigsabend hell und klar, verspricht ein gutes Erntejahr. (06. Jan.)

  9. Die Heiligen Drei Könige kommen oder gehen im Wasser. (06. Jan.)

  10. St. Valentin nimmt die Feiertag hin. (07. Jan.)

  11. Ist der Bauer ständig umnebelt von Dampf wächst auf seinen Feldern sicher Hanf.

  12. St. Erhard mit der Hack', steckt die Feiertag' in den Sack. (08. Jan.)

  13. An Amalie Sonnenschein, bringt viel Korn und Weizen ein. (10. Jan.)

  14. Die Kälte, die kommt angegangen, wenn bei Theobald die Tage langen. (16. Jan.)

  15. Große Kälte am Antoniustag, manchmal nicht lange halten mag. (17. Jan.)

  16. Wenn an Antonius die Luft ist klar, gibt's bestimmt ein trockenes Jahr. (17. Jan.)

  17. Fährt der Bauer raus zum Jauchen, wird er nachts ein Deo brauchen

  18. Die Kraft der Natur steckt auch in dir.

  19. 2 Bauern gingen in den Wald, der Eine macht den Anderen kalt. Willst Du kalten Bauern seh'n, mußt Du in den Wald reingeh'n.

  20. Es kann nicht immer so bleiben, hier unter dem wechselnden Mond, es blüht eine Zeit und verwelket, was mit uns die Erde bewohnt.

    August von Kotzebue