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Sprüche über Natur

770 Sprüche — Seite 27

In der Natur begegnet dem Menschen eine Ordnung, die älter ist als jedes Denken und größer als jedes eigene Vorhaben. Berge, Wälder, Wasser und Himmel erinnern daran, dass Schönheit und Gesetz, Werden und Vergehen untrennbar zusammengehören. Deshalb berührt dieses Thema nicht nur die Sinne, sondern auch das Bewusstsein für Maß und Herkunft.

Ihre eigentliche Größe zeigt sich darin, dass sie sich nicht beherrschen lässt, sondern Achtung verlangt. Die Sprüche zu diesem Thema machen sichtbar, wie eng Mensch und Natur verbunden bleiben und warum in ihrer Betrachtung oft Demut, Trost und eine Ahnung vom Ganzen zugleich aufscheinen.

  1. Die Hochzeit der Seele mit der Natur macht den Verstand fruchtbar und erzeugt die Phantasie.

    Henry David Thoreau

  2. Es grüßen blaue Blümlein licht in deinem Garten klein. Sie bitten dich: Vergiss mein nicht, denn ich gedenke dein.

  3. Das Leben ist ein dorniger Rosenstock und die Kunst seine Blüte.

    Georg Ebers

  4. Der Apfel fällt, wenn er nicht krank ist, erst vom Stamm, wenn er reif ist.

    Johann Christian Friedrich Hölderlin

  5. Im allzu klarem Wasser ist kein Fisch zu finden. Nie sollte man restlose Klarheit fordern.

  6. Um den Mond scharen sich viele Sterne.

  7. Wandlung ist notwendig, wie die Erneuerung der Blätter im Frühling.

    Vincent van Gogh

  8. Die Liebe ist ein Stoff, den die Natur gewebt und die Phantasie bestickt hat.

    Voltaire

  9. Die Natur ist die beste Führerin des Lebens.

    Marcus Tullius Cicero

  10. Die Erde ist eine Gondel, die an der Sonne hängt und auf der wir aus einer Jahreszeit in die andere fahren.

    Johann Peter Hebel

  11. Die klügsten Männer sind jene, die ihrer Frau einreden können, dass Gartenarbeit schön macht.

    Karel Capek

  12. Wasser und Erde der Heimat formen sich ihren Menschenschlag.

  13. Ergebung in sein Schicksal ist die erste Forderung der Natur an den Menschen.

    Friedrich Maximilian von Klinger

  14. Blumen sind das Lächeln der Natur. Es geht auch ohne sie, aber nicht so gut.

    Max Reger

  15. Eine der blamabelsten Angelegenheiten ist es, dass das Wort "Tierschutz" überhaupt geschaffen werden musste

    Theodor Heuss

  16. Wenn die Schwalben niedrig fliegen, wird man Regenwetter kriegen.

  17. St. Paulus klar, gutes Jahr - bringt er Wind, regnet's geschwind. (14. Jan.)

  18. Gott ist dreifach von Person und doch einfach von Natur. Gott ist auch an allen Orten, und an jedem Ort ist Gott ganz. Das will so viel sagen, dass alle Orte ein Ort Gottes sind.

    Eckhart von Hochheim

  19. Wenn im Mai die Wachteln schlagen, künden sie von Regentagen.

  20. Wer den Regentropfen erklären kann, kann auch das Meer erklären

    Selma Lagerlöf