gratis-spruch.de Logogratis-spruch.de

Sprüche über Schwäche

733 Sprüche — Seite 10

Was im ersten Blick nach Mangel aussieht, gehört oft auf tiefere Weise zum Menschlichen dazu. Schwäche macht verletzlich, begrenzt den Anspruch an sich selbst und zwingt dazu, ohne Maske auf die eigenen Grenzen zu sehen. Gerade deshalb ist dieses Thema nicht nur unerquicklich, sondern oft der Anfang von Einsicht und Milde.

In ihr zeigt sich, ob Demut entsteht oder Bitterkeit, ob Rückzug folgt oder Reifung. Die Sprüche zu diesem Thema machen deutlich, dass Schwäche nicht bloß das Gegenteil von Stärke ist, sondern auch jene Erfahrung, aus der Verständnis, Geduld und echte innere Festigkeit erwachsen können.

  1. Wer stärker liebt, ist immer der Schwächere

    Eleonora Duse

  2. Ein Mensch ohne Leidenschaft ist ein Steinbild ohne Leben. Keine große Tat geschah, deren Mutter sie nicht war.

    Augustinus

  3. Der Muskel wird durch starken Gebrauch gestärkt, der Nerv hingegen dadurch geschwächt. Also übe man seine Muskeln durch jede angemessene Anstrengung, hüte hingegen die Nerven vor jeder.

    Arthur Schopenhauer

  4. Keine Regierung und keine Bataillone vermögen Recht und Freiheit zu schützen, wo der Bürger nicht imstande ist, selber vor die Haustüre zu treten und nachzusehen, was es gibt

    Gottfried Keller

  5. Geliebt wirst du einzig, wo du schwach dich zeigen darfst, ohne Stärke zu provozieren

    Theodor W. Adorno

  6. Versuche nie vor etwas die Flucht zu ergreifen. Ein Mensch, der die Flucht ergreift, ist ein Drückeberger. Und ein Drückeberger kommt nie von etwas los.

    John Steinbeck

  7. Trennung lässt matte Leidenschaften verkümmern und starke wachsen.

    François de la Rochefoucauld

  8. Unter Gesundheit verstehe ich nicht "Freisein von Beeinträchtigungen", sondern die Kraft mit ihnen zu leben

    Johann Wolfgang von Goethe

  9. Das Aufschieben wichtiger Geschäfte ist eine der gefährlichsten Krankheiten der Seele.

    Georg Christoph Lichtenberg

  10. Dass du nicht kannst, sei dir vergeben, doch nimmermehr, dass du nicht willst.

    Henrik Johan Ibsen

  11. Die Herren dieser Art blend't oft zu viel Licht, sie seh'n den Wald vor lauter Bäumen nicht.

    Christoph Martin Wieland

  12. Warum klagen so viele, dass sie unterschätzt werden? Schlimmer ist doch das Gegenteil.

    Friedrich Georg Jünger

  13. Nach den Jahren der Last kommt die Last der Jahre

    Johann Wolfgang von Goethe

  14. Es ist besser in Ehren zu versagen, als durch Betrug erfolgreich zu sein.

    Sophokles

  15. Mit dem Alter nimmt Urteilskraft zu und Genie ab.

    Immanuel Kant

  16. Der Blick des Verstandes fängt an scharf zu werden, wenn der Blick der Augen an Schärfe verliert.

    Platon

  17. Menschen, die der Versuchung widerstehen, verschieben nur ihre Kapitulation auf morgen.

    Charles de Talleyrand

  18. Mancher geht los wie ein Donner und fällt wie Staub auf die Erde.

  19. Menschen gleicher Gesinnung suchen einander, Menschen mit gleicher Krankheit bedauern einander.

  20. Wer den Menschen verachtet, ist kein großer Mensch.

    Marquis de Vauvenargues