Sprüche über Schwäche
733 Sprüche — Seite 25
Was im ersten Blick nach Mangel aussieht, gehört oft auf tiefere Weise zum Menschlichen dazu. Schwäche macht verletzlich, begrenzt den Anspruch an sich selbst und zwingt dazu, ohne Maske auf die eigenen Grenzen zu sehen. Gerade deshalb ist dieses Thema nicht nur unerquicklich, sondern oft der Anfang von Einsicht und Milde.
In ihr zeigt sich, ob Demut entsteht oder Bitterkeit, ob Rückzug folgt oder Reifung. Die Sprüche zu diesem Thema machen deutlich, dass Schwäche nicht bloß das Gegenteil von Stärke ist, sondern auch jene Erfahrung, aus der Verständnis, Geduld und echte innere Festigkeit erwachsen können.
Unter allen Leidenschaften der Seele bringt die Trauer am meisten Schaden für den Leib.
— Thomas von Aquin
Stärke des Charakters ist oft nichts anderes als eine Schwäche des Gefühls.
— Arthur Schnitzler
Das Gemüt hat mehr Mängel als der Verstand.
— François de la Rochefoucauld
Es gibt kein Wunder für den, der sich nicht wundern kann.
— Marie von Ebner-Eschenbach
Die Wahrheit ist eine Braut ohne Aussteuer.
— Francis Bacon
Gewalt ist der Bankrott der Unvernunft.
— José Ortega y Gasset
Nichts ist kläglicher als Humor in zu engen Schuhen.
— Annette von Droste-Hülshoff
Das Geheimnis des Glücklichseins ist Versuchungen nachzugeben
— Oscar Wilde
Das Laster ist die Natur des Menschen; die Tugend ist die Gewohnheit oder Maske.
— William Hazlitt
Wenn deinem Freund kein großes Unglück widerfährt, musst du dich mit seinen kleinen Misserfolgen zufrieden geben
Geld für Freunde, Kugeln für Feinde, Schläge für Unentschlossene
Die Wut im Angesicht des Feindes macht die Augen trübe.
Auch eine Kerze so groß wie eine Tasse kann den morgigen Tag nicht erleuchten
Tue nicht hastig, was du zu tun hast, sonst verlierst du den klaren Blick und hinderst dich selbst.
— Franz von Sales
Stimmung ist Schweigen in Gefühlen, die man nicht hat
— Oscar Wilde
Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau ist nur möglich, wenn die Frau sich unterordnet.
— Martial
Die einzige Möglichkeit eine Versuchung loszuwerden, ist ihr nachzugeben.
— Oscar Wilde
Ein Mensch ohne Geld ist wie ein Wolf ohne Zähne.
Das meiste Unglück kommt auf die Rechnung unserer eigenen Schwäche.
Abhängigkeit ist das Los der Frauen; Macht ist, wo die Bärte sind.
— Jean-Baptiste Molière