gratis-spruch.de Logogratis-spruch.de

Sprüche über Schwäche

733 Sprüche — Seite 21

Was im ersten Blick nach Mangel aussieht, gehört oft auf tiefere Weise zum Menschlichen dazu. Schwäche macht verletzlich, begrenzt den Anspruch an sich selbst und zwingt dazu, ohne Maske auf die eigenen Grenzen zu sehen. Gerade deshalb ist dieses Thema nicht nur unerquicklich, sondern oft der Anfang von Einsicht und Milde.

In ihr zeigt sich, ob Demut entsteht oder Bitterkeit, ob Rückzug folgt oder Reifung. Die Sprüche zu diesem Thema machen deutlich, dass Schwäche nicht bloß das Gegenteil von Stärke ist, sondern auch jene Erfahrung, aus der Verständnis, Geduld und echte innere Festigkeit erwachsen können.

  1. Ein zerbrochener Mensch ist niemals ein Mensch, der in der Mitte steht. Er steht am Anfang oder am Ende.

    Rainer Haak

  2. Große, starke Seelen sind selten ärgerlich, desto mehr aber schwache und fast alle Weiber

    Karl Julius Weber

  3. Nichts ist so elend als ein Mann, der alles will und der nichts kann.

    Matthias Claudius

  4. Wer ein Grenzgänger ist, oft allein in extremen Situationen, erfährt genügend über sich. Ich habe die Abgründe meiner Seele erlebt, wie wenige andere.

    Reinhold Messner

  5. Der Undank ist immer eine Art Schwäche. Ich habe nie gesehen, dass tüchtige Menschen undankbar gewesen wären.

    Johann Wolfgang von Goethe

  6. Männer: eine an Liebe arme Gattung.

    Henry de Montherlant

  7. Es ist besser, zwei Jahre zu früh als ein Jahr zu spät zu sterben.

  8. Der gefährlichste Gegner der Kraft ist die Schwäche.

    Hugo von Hofmannsthal

  9. Geistige Fähigkeiten verkümmern wie Muskeln, wenn sie nicht geübt werden

    Wilhelm Liebknecht

  10. Wo es den Rednern an Tiefe fehlt, da gehen sie in die Breite.

    Charles-Louis de Montesquieu

  11. Wer essen will, ohne sich auf die Kochkunst zu verstehen, wird über die dargereichten Speisen kein sicheres Urteil fällen können.

    Platon

  12. Wer nicht ein kleines Leid zu ertragen versteht, muß sich darauf gefaßt machen, viele Leiden über sich ergehen zu lassen.

    Jean-Jacques Rousseau

  13. Das Leben ist eine Krankheit, die ganze Welt ein Lazarett, und der Tod ist unser Arzt.

    Christian Johann Heinrich Heine

  14. Ertrage alle körperlichen Beschwerden, ohne ihnen Ausdruck zu verleihen.

    Leo Tolstoi

  15. Keiner überschreitet die engen Grenzen der Menschheit: Alle haben ihre Gebrechen, bald im Kopfe, bald im Herzen.

    Baltasar Gracián y Morales

  16. Nimmer begreift der Gesunde die Krankheit, nimmer die Jugend, dass ihr reiches Gemüt je zu verarmen vermag.

    Franz Emanuel August Geibel

  17. Wer kein Geld hat, hat auch keinen Mut. Er fürchtet, überall zurückgesetzt zu werden, glaubt, jede Demütigung ertragen zu müssen und zeigt sich allerorten in ungünstigem Licht.

    Adolph Freiherr von Knigge

  18. Zu einer gesunden Entwicklung gehört vor allem eine vernünftige Abhärtung, denn die Verweichlichung bewirkt Schlaffheit und Untätigkeit.

    Sebastian Kneipp

  19. Schwach ist die Liebe, die mit dem Schwinden der Hoffnung selber schwindet oder gar erlischt.

    Bernhard von Clairvaux

  20. Nimm einen jeden wie er ist, es hat jeder seine Mängel, und selbst der Beste, denn wir sind nun einmal Menschen und nicht Engel!

    Cäsar Flaischlen