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Sprüche über Schwäche

733 Sprüche — Seite 14

Was im ersten Blick nach Mangel aussieht, gehört oft auf tiefere Weise zum Menschlichen dazu. Schwäche macht verletzlich, begrenzt den Anspruch an sich selbst und zwingt dazu, ohne Maske auf die eigenen Grenzen zu sehen. Gerade deshalb ist dieses Thema nicht nur unerquicklich, sondern oft der Anfang von Einsicht und Milde.

In ihr zeigt sich, ob Demut entsteht oder Bitterkeit, ob Rückzug folgt oder Reifung. Die Sprüche zu diesem Thema machen deutlich, dass Schwäche nicht bloß das Gegenteil von Stärke ist, sondern auch jene Erfahrung, aus der Verständnis, Geduld und echte innere Festigkeit erwachsen können.

  1. Bescheidenheit ist nichts anderes als Faulheit, Mattigkeit und Mangel an Mut, so dass man mit Recht sagen kann, dass die Bescheidenheit für die Seele eine Erniedrigung ist.

    François de la Rochefoucauld

  2. Ohne Champagner kann ich nicht leben. Bei Siegen verdiene ich ihn, bei Niederlagen brauche ich ihn.

    Napoleon

  3. Menschen miteinander gibt es nicht. Es gibt nur Menschen, die herrschen, und solche, die beherrscht werden

    Kurt Tucholsky

  4. Man muss sich nie zu dem gesellen, durch den man in den Schatten gestellt wird.

    Baltasar Gracián y Morales

  5. Wer Hass allzu sehr fürchtet, versteht nicht zu herrschen.

    Seneca

  6. Über das Ziel hinausschießen ist eben so schlimm, wie nicht ans Ziel kommen.

    Konfuzius

  7. Bei schlechten Beamten helfen selbst die besten Gesetze nichts.

    Otto von Bismarck

  8. Wenn du selbst keine Haare auf dem Kopf hast, dann beschimpfe andere nicht als Glatzkopf.

  9. Die Frauen sind nicht zum Laufen geschaffen... Wenn sie fliehen, dann nur, um eingeholt zu werden

    Jean-Jacques Rousseau

  10. Besser auf neuen Wegen etwas stolpern als in alten Pfaden auf der Stelle zu treten.

  11. Man ist am meisten in Gefahr, überfahren zu werden, wenn man eben einem Wagen ausgewichen ist.

    Friedrich Nietzsche

  12. Wenn man nicht der Stärkere ist, muß man der Klügere sein.

    Emile Zola

  13. Ich verachte Leute, die Hunde halten. Das sind Feiglinge, die sich nicht trauen, die Leute selber zu beißen

    August Strindberg

  14. Wenn auch die Fähigkeit zu täuschen ein Zeichen von Scharfsinn und Macht zu sein scheint, so beweist doch die Absicht zu täuschen ohne Zweifel Bosheit oder Schwäche.

    René Descartes

  15. Sei nicht ganz Zucker, oder die Welt wird dich verschlucken! Sei nicht ganz Wermut, oder sie wird dich ausspucken!

  16. Es gibt nur ein Laster, dessen sich niemand rühmt: Undankbarkeit.

    Gerard de Nerval

  17. Man soll gegen niemanden Neid hegen. Die Guten verdienen ihn nicht, und die Bösen schädigen sich in demselben Grade, in dem ihre Pläne gelingen.

    Epikur

  18. Wer sich zum Wurme macht, kann nachher nicht klagen, wenn er mit Füßen getreten wird.

    Immanuel Kant

  19. Ein Kind erträgt Veränderungen, die ein Mann nicht ertragen würde.

    Jean-Jacques Rousseau

  20. Das Gift, an dem die schwächere Natur zugrunde geht, ist für den Starken Stärkung, und er nennt es auch nicht Gift

    Friedrich Nietzsche