Sprüche über Schwäche
733 Sprüche — Seite 19
Was im ersten Blick nach Mangel aussieht, gehört oft auf tiefere Weise zum Menschlichen dazu. Schwäche macht verletzlich, begrenzt den Anspruch an sich selbst und zwingt dazu, ohne Maske auf die eigenen Grenzen zu sehen. Gerade deshalb ist dieses Thema nicht nur unerquicklich, sondern oft der Anfang von Einsicht und Milde.
In ihr zeigt sich, ob Demut entsteht oder Bitterkeit, ob Rückzug folgt oder Reifung. Die Sprüche zu diesem Thema machen deutlich, dass Schwäche nicht bloß das Gegenteil von Stärke ist, sondern auch jene Erfahrung, aus der Verständnis, Geduld und echte innere Festigkeit erwachsen können.
Wer seine eigene Freiheit sichern will, muss selbst seinen Feind vor Unterdrückung schützen.
— Thomas Paine
Das Schicksal ist: die Vollmacht des Tyrannen für seine Verbrechen, die Entschuldigung des Toren für sein Versagen.
— Ambrose Bierce
Freundlichkeit ist eine Sprache, die Taube hören und Blinde lesen können.
— Mark Twain
Das Recht ist die Waffe des Schwachen.
— Gustav Walter Heinemann
Das Wort 'unmöglich' gibt es nur im Wörterbuch von Narren.
— Napoleon
Gute Vorsätze sind grüne Früchte, die abfallen, ehe sie reif sind.
— Johann Nepomuk Nestroy
Wir wünschen Alter alle Tage, und kommt es, hört man nichts als Klage.
— Bernhard Freidank
Leute, die sich die Finger verbrennen, verstehen nichts vom Spiel mit dem Feuer
— Oscar Wilde
Den seelischen Wert einer Frau erkennst du daran, wie sie zu altern versteht.
— Christian Morgenstern
Frauen lassen sich durch Schmeicheleien nie entwaffnen, Männer immer.
— Oscar Wilde
Erst wenn man glaubt, verloren zu haben, fängt die wirkliche Niederlage an.
Wer sich zum Lamm macht, den fressen die Wölfe.
Die einseitige Ausbildung der geistigen Fähigkeiten bei Vernachlässigung der körperlichen, führt mit Notwendigkeit zur körperlichen Verkrüppelung…
— Wilhelm Liebknecht
Feigheit ist der wirksamste Schutz gegen die Versuchung
Wer in einen Brunnen stürzt, auf den wird sicher noch ein großer Stein herniederfallen.
Stille Unterordnung unter Willkür schwächt, stille Unterordnung unter Notwendigkeit stärkt
— Jean Paul
Wer den Lebensbecher bis auf den Grund ausleeren will, muss sich vernünftigerweise auf die gewöhnliche Hefe gefasst machen
— Karl Julius Weber
Es gibt keinen Frieden für die Furchtsamen und Uneinigen.
— Charles John Huffam Dickens
Ein Held ist oft nur ein Mensch, der nicht die Fähigkeit besitzt, eine Gefahr zu erkennen.
Worte dienen vielen dazu, zu verbergen, dass sie keine Gedanken haben.
— Christian Johann Heinrich Heine