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Sprüche über Schwäche

733 Sprüche — Seite 19

Was im ersten Blick nach Mangel aussieht, gehört oft auf tiefere Weise zum Menschlichen dazu. Schwäche macht verletzlich, begrenzt den Anspruch an sich selbst und zwingt dazu, ohne Maske auf die eigenen Grenzen zu sehen. Gerade deshalb ist dieses Thema nicht nur unerquicklich, sondern oft der Anfang von Einsicht und Milde.

In ihr zeigt sich, ob Demut entsteht oder Bitterkeit, ob Rückzug folgt oder Reifung. Die Sprüche zu diesem Thema machen deutlich, dass Schwäche nicht bloß das Gegenteil von Stärke ist, sondern auch jene Erfahrung, aus der Verständnis, Geduld und echte innere Festigkeit erwachsen können.

  1. Wer seine eigene Freiheit sichern will, muss selbst seinen Feind vor Unterdrückung schützen.

    Thomas Paine

  2. Das Schicksal ist: die Vollmacht des Tyrannen für seine Verbrechen, die Entschuldigung des Toren für sein Versagen.

    Ambrose Bierce

  3. Freundlichkeit ist eine Sprache, die Taube hören und Blinde lesen können.

    Mark Twain

  4. Das Recht ist die Waffe des Schwachen.

    Gustav Walter Heinemann

  5. Das Wort 'unmöglich' gibt es nur im Wörterbuch von Narren.

    Napoleon

  6. Gute Vorsätze sind grüne Früchte, die abfallen, ehe sie reif sind.

    Johann Nepomuk Nestroy

  7. Wir wünschen Alter alle Tage, und kommt es, hört man nichts als Klage.

    Bernhard Freidank

  8. Leute, die sich die Finger verbrennen, verstehen nichts vom Spiel mit dem Feuer

    Oscar Wilde

  9. Den seelischen Wert einer Frau erkennst du daran, wie sie zu altern versteht.

    Christian Morgenstern

  10. Frauen lassen sich durch Schmeicheleien nie entwaffnen, Männer immer.

    Oscar Wilde

  11. Erst wenn man glaubt, verloren zu haben, fängt die wirkliche Niederlage an.

  12. Wer sich zum Lamm macht, den fressen die Wölfe.

  13. Die einseitige Ausbildung der geistigen Fähigkeiten bei Vernachlässigung der körperlichen, führt mit Notwendigkeit zur körperlichen Verkrüppelung…

    Wilhelm Liebknecht

  14. Feigheit ist der wirksamste Schutz gegen die Versuchung

  15. Wer in einen Brunnen stürzt, auf den wird sicher noch ein großer Stein herniederfallen.

  16. Stille Unterordnung unter Willkür schwächt, stille Unterordnung unter Notwendigkeit stärkt

    Jean Paul

  17. Wer den Lebensbecher bis auf den Grund ausleeren will, muss sich vernünftigerweise auf die gewöhnliche Hefe gefasst machen

    Karl Julius Weber

  18. Es gibt keinen Frieden für die Furchtsamen und Uneinigen.

    Charles John Huffam Dickens

  19. Ein Held ist oft nur ein Mensch, der nicht die Fähigkeit besitzt, eine Gefahr zu erkennen.

  20. Worte dienen vielen dazu, zu verbergen, dass sie keine Gedanken haben.

    Christian Johann Heinrich Heine