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Sprüche über Schwäche

733 Sprüche — Seite 11

Was im ersten Blick nach Mangel aussieht, gehört oft auf tiefere Weise zum Menschlichen dazu. Schwäche macht verletzlich, begrenzt den Anspruch an sich selbst und zwingt dazu, ohne Maske auf die eigenen Grenzen zu sehen. Gerade deshalb ist dieses Thema nicht nur unerquicklich, sondern oft der Anfang von Einsicht und Milde.

In ihr zeigt sich, ob Demut entsteht oder Bitterkeit, ob Rückzug folgt oder Reifung. Die Sprüche zu diesem Thema machen deutlich, dass Schwäche nicht bloß das Gegenteil von Stärke ist, sondern auch jene Erfahrung, aus der Verständnis, Geduld und echte innere Festigkeit erwachsen können.

  1. Zwei Schwächen, die sich gegeneinander lehnen, machen eine Stärke.

    Leonardo da Vinci

  2. Die Krankheit ist ein Hindernis für den Körper, nicht für den Willen, sofern dieser es nicht selbst so will.

    Epiktet

  3. Nach den Jahren der Last kommt die Last der Jahre

    Johann Wolfgang von Goethe

  4. Eine Autobiographie zeigt üblicherweise nichts Schlechtes vom Schreibenden, nur sein schlechtes Gedächtnis.

    Franklin P. Jones

  5. Die Herren dieser Art blend't oft zu viel Licht, sie seh'n den Wald vor lauter Bäumen nicht.

    Christoph Martin Wieland

  6. Schnell wachsende Keime welken geschwinde, zu lange Bäume brechen im Winde.

    Wilhelm Busch

  7. Versuche nie vor etwas die Flucht zu ergreifen. Ein Mensch, der die Flucht ergreift, ist ein Drückeberger. Und ein Drückeberger kommt nie von etwas los.

    John Steinbeck

  8. Keine Regierung und keine Bataillone vermögen Recht und Freiheit zu schützen, wo der Bürger nicht imstande ist, selber vor die Haustüre zu treten und nachzusehen, was es gibt

    Gottfried Keller

  9. Die schlechten Gewohnheiten wollen wir wie minderwertige Menschen, die uns lange Zeit schwer geschädigt haben, endgültig vertreiben.

    Epikur

  10. An alten Bäumen hämmert der Specht am meisten.

    Wilhelm Busch

  11. Die Gebrechlichen haben oft Fertigkeiten, deren ein ordentlich gebauter Mensch wohl nicht unfähig, doch zu erlernen nicht entschlossen genug ist.

    Georg Christoph Lichtenberg

  12. Der Blick des Verstandes fängt an scharf zu werden, wenn der Blick der Augen an Schärfe verliert.

    Platon

  13. Der Mangel an Urteilskraft ist eigentlich das, was man Dummheit nennt,und einem solochen Gebrechen ist leider gar nicht abzuhelfen.

    Immanuel Kant

  14. Menschen gleicher Gesinnung suchen einander, Menschen mit gleicher Krankheit bedauern einander.

  15. Schlechte Bücher taugen auch guten zu der Gegenprobe: Finst'res macht, dass jedermann desto mehr das Lichte lobe.

    Friedrich von Logau

  16. Menschen, die der Versuchung widerstehen, verschieben nur ihre Kapitulation auf morgen.

    Charles de Talleyrand

  17. Kraft erschöpft sich — du spürst es, wenn du sie verbraucht.

    Else Pannek

  18. Man fällt nicht über seine Fehler! Man fällt immer über seine Feinde, die diese Fehler ausnutzen.

    Kurt Tucholsky

  19. Wer den Menschen verachtet, ist kein großer Mensch.

    Marquis de Vauvenargues

  20. Wer stärker liebt, ist immer der Schwächere

    Eleonora Duse