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Sprüche über Schwäche

733 Sprüche — Seite 28

Was im ersten Blick nach Mangel aussieht, gehört oft auf tiefere Weise zum Menschlichen dazu. Schwäche macht verletzlich, begrenzt den Anspruch an sich selbst und zwingt dazu, ohne Maske auf die eigenen Grenzen zu sehen. Gerade deshalb ist dieses Thema nicht nur unerquicklich, sondern oft der Anfang von Einsicht und Milde.

In ihr zeigt sich, ob Demut entsteht oder Bitterkeit, ob Rückzug folgt oder Reifung. Die Sprüche zu diesem Thema machen deutlich, dass Schwäche nicht bloß das Gegenteil von Stärke ist, sondern auch jene Erfahrung, aus der Verständnis, Geduld und echte innere Festigkeit erwachsen können.

  1. Ein Buch, das man stützt, ist ein Buch, das sinkt.

    Antoine de Rivarol

  2. In der Liebe sind wir immer die gutgläubigen Wilden und die Frauen die geschickten Kaufleute.

    Guy de Maupassant

  3. Eitelkeit ist die Klippe, an der die meisten Großen, gar viele Gelehrte und alle Weiber scheitern

    Karl Julius Weber

  4. Alter macht weiß, nicht weise

  5. Man muss keine Jugendfehler ins Alter hineinnehmen, denn das Alter führt seine eigenen Mängel mit sich.

    Johann Peter Eckermann

  6. Ohne Gelegenheit ist die Hand des Starken in Fesseln; nützet dem Löwen die Kraft, dem man die Klaue geraubt?

    Johann Gottfried Herder

  7. Unsere Seele muss, wenn sie nicht verkommen will, jeden Tag ihre Wäsche wechseln.

    Gottfried Keller

  8. Die eifrigsten Reformer haben lernen müssen, dass sie sich jediglicher Macht berauben, wenn sie den schwerfälligen Massen zu weit voraneilen.

    Woodrow Wilson

  9. Über manche Gedankenlücke bilden Zitate die Eselsbrücke.

    Ludwig Anton Salomon Fulda

  10. Schwimmt man lang im Abgrund der Gedanken, so wird man matt

    Lord Byron

  11. Wenn man die Verteidigung nicht widerlegen kann, tadelt man die Art derselben

    Joseph Joubert

  12. Die Konsequenz der Natur tröstet schön über die Inkonsequenz der Menschen.

    Johann Wolfgang von Goethe

  13. Ein Mann ohne Geld ist ein Bogen ohne Pfeil.

    Thomas Fuller

  14. Die meisten Menschen verziehen die Miene und sprechen lauter, wenn ihre Stärke nachlässt

    Michel de Montaigne

  15. Nur wer verzagend das Steuer loslässt, ist im Sturm verloren

    Franz Emanuel August Geibel

  16. Wer sich dem Selbstmitleid ergibt, kann auch nur von dieser Seite Sympathie erwarten.

    Benjamin Franklin

  17. Ein großes Licht war der Mann eben nicht, aber ein großer Leuchter. Er handelt mit anderer Leute Meinungen.

    Georg Christoph Lichtenberg

  18. Ein Fehler, den man mit einem anderen Menschen teilt, verbindet tiefer als ein gemeinsamer Vorzug.

    Hermann Bahr

  19. Es gibt kaum einen menschlichen Beruf, der so alles Untüchtige ausstößt wie der des Seemanns.

    Heinrich von Treitschke

  20. Einer, der sich selbst krümmt, kann andere nicht gerade machen.