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Sprüche über Schwäche

733 Sprüche — Seite 16

Was im ersten Blick nach Mangel aussieht, gehört oft auf tiefere Weise zum Menschlichen dazu. Schwäche macht verletzlich, begrenzt den Anspruch an sich selbst und zwingt dazu, ohne Maske auf die eigenen Grenzen zu sehen. Gerade deshalb ist dieses Thema nicht nur unerquicklich, sondern oft der Anfang von Einsicht und Milde.

In ihr zeigt sich, ob Demut entsteht oder Bitterkeit, ob Rückzug folgt oder Reifung. Die Sprüche zu diesem Thema machen deutlich, dass Schwäche nicht bloß das Gegenteil von Stärke ist, sondern auch jene Erfahrung, aus der Verständnis, Geduld und echte innere Festigkeit erwachsen können.

  1. Unbedingter Gehorsam setzt bei den Gehorchenden Unwissenheit voraus.

    Charles-Louis de Montesquieu

  2. Eine Seele ohne Phantasie ist wie eine Sternwarte ohne Teleskop.

    Henry Ward Beecher

  3. Das Unglück ist eine stehengebliebene Uhr, die am hellen Morgen plötzlich auf Mitternacht zeigt. Prüfen wir uns nur, ob wir es nicht selbst gewesen, die vergessen hatten, sie aufzuziehen.

    Ludwig Habicht

  4. Fürchte nicht, daß der Körper, sondern, daß die Seele altert.

  5. Das ist meine allerschlimmste Erfahrung: Der Schmerz macht die meisten Menschen nicht groß, sondern klein.

    Dante Alighieri

  6. Misserfolg ist ein Gemütszustand.

    John Steinbeck

  7. Der Mensch war immer Mensch, voll Unvollkommenheit.

    Johan Peter Uz

  8. Mancher droht, der selber zittert.

  9. Der Reichtum dient dem weisen Mann, den Dummkopf aber regiert er.

  10. Es gibt keine Seele, die nicht ihr Wattenmeer hätte, in dem zu Zeiten der Ebbe jedermann spazieren gehen kann.

    Christian Morgenstern

  11. Der Hass ist ein fruchtbares, der Neid ein steriles Laster.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  12. Jeder Mensch hat auch seine moralische backside, die er nicht ohne Not zeigt und die er solange wie möglich mit den Hosen des Anstandes zudeckt.

    Georg Christoph Lichtenberg

  13. Die Wahrheit ist, dass es eine gewisse Ernährungsform gibt, die die Menschen mehr auszehrt als die größte Enthaltsamkeit.

    Henry Fielding

  14. Ein Fisch, so groß, dass er ein Schiff verschlingen kann, ist auf dem Trockenen nicht einmal den Ameisen gewachsen.

    Lü Bu We

  15. Verglichen mit dem, was wir sein könnten, sind wir nur halb wach

    William James

  16. Sklavische Hingabe an die Launen des Schicksals ist eines denkenden Menschen unwürdig.

    Heinrich von Kleist

  17. Jedermann ist zu bedauern, der gerade genug Verstand hat, seine Mängel wahrzunehmen.

    William Hazlitt

  18. Das Vergnügen verbraucht uns. Die Arbeit kräftigt uns. Wähle.

    Charles Baudelaire

  19. In einem wankenden Schiff fällt um, wer stillesteht, nicht wer sich bewegt.

    Ludwig Börne

  20. Ein Tier, das nicht klettern kann, sollte sein Geld nicht einem Affen anvertrauen