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Sprüche über Schwäche

733 Sprüche — Seite 30

Was im ersten Blick nach Mangel aussieht, gehört oft auf tiefere Weise zum Menschlichen dazu. Schwäche macht verletzlich, begrenzt den Anspruch an sich selbst und zwingt dazu, ohne Maske auf die eigenen Grenzen zu sehen. Gerade deshalb ist dieses Thema nicht nur unerquicklich, sondern oft der Anfang von Einsicht und Milde.

In ihr zeigt sich, ob Demut entsteht oder Bitterkeit, ob Rückzug folgt oder Reifung. Die Sprüche zu diesem Thema machen deutlich, dass Schwäche nicht bloß das Gegenteil von Stärke ist, sondern auch jene Erfahrung, aus der Verständnis, Geduld und echte innere Festigkeit erwachsen können.

  1. Unsicherheit ist der Begleiter jeder Veränderung.

    Else Pannek

  2. Alt zu werden ist eine Gnade — aber nicht immer ein Vergnügen.

    Else Pannek

  3. Dass Güte nicht auch Schwäche sein könnte, behauptet niemand, dass sie es immer sei, nur ein Tor

    Christian Morgenstern

  4. Die Schwachheiten großer Leute bekannt zu machen ist eine Art von Pflicht; man richtet damit Tausende auf, ohne jenen zu schaden.

    Georg Christoph Lichtenberg

  5. Einem Land, in dem die Blumen teuer sind, fehlt die Grundlage der Kultur.

  6. Warum uns doch die Gutmütigkeit unserer Nebenmenschen meist als Dummheit und unsere eigene als Güte - die Güte der anderen als Schwäche und die unsere als ein Zeichen von Seelenadel erscheint?

    Arthur Schnitzler

  7. Der Mensch zerfällt in zwei Teile. Einen männlichen, der nicht denken will, und einen weiblichen, der nicht denken kann.

    Kurt Tucholsky

  8. Was die Theologen auch sagen mögen: Die Menscheit hat im ganzen viel mehr Tugenden als Laster.

    Henry Thomas Buckle

  9. Ein Nachtisch ohne Käse gleicht einer Schönen, der ein Auge fehlt.

    Jean Anthelme Brillat-Savarin

  10. Die Hoffnung aufgeben bedeutet, nach der Gegenwart auch die Zukunft preisgeben.

    Pearl S. Buck

  11. Wer stolz auf Vorzüg' ist, fühlt irgend ein Gebrechen; Und wer sich brüsten mag, ist sich bewußt der Schwächen.

    Friedrich Rückert

  12. Bloßes Kritisieren bescheinigt Inkompetenz.

    Hans Apel

  13. Die Liebe gleicht einem Fieber; sie überfällt uns und schwindet, ohne dass der Wille im Geringsten beteiligt ist

    Stendhal

  14. Die Blinden werden immer von den Sehenden geleitet werden, oder in die Grube fallen, und sicherlich ist keine Dienstbarkeit und keine Verknechtung schlimmer als die, welche den Verstand betrifft.

    Giacomo Leopardi

  15. Nichts beweist mehr Mangel an Lebensweisheit und Vernunft, als das Verlangen, das ganze Leben solle immer weise und vernunftgemäß sein.

    Giacomo Leopardi

  16. In dem Glauben an das ideale ist alle Macht wie alle Ohnmacht der Demokratie begründet.

    Christian Matthias Theodor Mommsen

  17. Ein schwanzloser Hund kann seine Freude nicht äußern.

  18. Es steht sich halt nicht gut im Dunkeln auf, wenn man Morgenmuffel ist

  19. Die Scheu vor Verantwortung ist die Krankheit unserer Zeit

    Otto von Bismarck

  20. Unter zwei oder mehreren Verbündeten verpflichtet die Abmachung vor allem die Schwächeren.

    Kazimierz Bartoszewicz