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Sprüche über Schwäche

733 Sprüche — Seite 27

Was im ersten Blick nach Mangel aussieht, gehört oft auf tiefere Weise zum Menschlichen dazu. Schwäche macht verletzlich, begrenzt den Anspruch an sich selbst und zwingt dazu, ohne Maske auf die eigenen Grenzen zu sehen. Gerade deshalb ist dieses Thema nicht nur unerquicklich, sondern oft der Anfang von Einsicht und Milde.

In ihr zeigt sich, ob Demut entsteht oder Bitterkeit, ob Rückzug folgt oder Reifung. Die Sprüche zu diesem Thema machen deutlich, dass Schwäche nicht bloß das Gegenteil von Stärke ist, sondern auch jene Erfahrung, aus der Verständnis, Geduld und echte innere Festigkeit erwachsen können.

  1. Wer sich zur Taube macht, den fressen die Falken.

  2. Denn wenn dein Buckel deinen Freund nicht kränkt, mußt du auch dessen Warzen übersehen, da, wer um Nachsicht bittet, sie auch üben soll.

    Horaz

  3. Wer ohne Beil los zieht, dem kann im Walde nicht wohl sein

    Gottfried Keller

  4. Ist uns das Leben nicht gegeben, damit wir reicher werden im Geist, auch wenn die äußere Erscheinung leiden muss?

    Vincent van Gogh

  5. Jetzt schon sei im starken Gemüte des Alters Kraft, dass sie dir erhalte die Jugend, damit später die Jugend dich schütze gegen des Alters Schwäche.

    Friedrich Schleiermacher

  6. Was der Mensch fliehen will, das bringt er mit an den Ort, an den er flieht

    Carl Friedrich Paul Ernst

  7. Der Erfolg des Arztes hängt zum großen Teil davon ab, dass er die Konstitution des Patienten genau kennt und die damit zusammenhängenden Eigentümlichkeiten.

    Edward Bellamy

  8. Die menschliche Gesellschaft gleicht einem Gewölbe, das zusammenstürzen müsste, wenn sich nicht die einzelnen Steine gegenseitig stützen würden.

  9. Bin ich meinem Amte in der Tat nicht gewachsen, so ist der Chef zu tadeln, der es mir anvertraut.

    Friedrich von Schiller

  10. Die Eheherrn sollten künftig die Trauringe statt auf dem Finger in der Nase tragen, zum Zeichen, dass sie doch an der Nase geführt werden.

    Christian Dietrich Grabbe

  11. Eine kleine Stelle, die du ganz ausfüllst, ist dein Ehrenplatz, die grösste, der du nicht genügst, ein Pranger.

    Otto von Leixner

  12. Wer Schwache leiten will, der sei von ihrer Schwachheit selber frei!

    Magnus Gottfried Lichtwer

  13. Manchmal ergreift das altern zuerst den Körper, manchmal aber auch den Geist.

    Michel de Montaigne

  14. Eine gesunde Seele kann nicht in einem trockenen Körper wohnen.

    Francois Rabelais

  15. Geistige Größe kann alle körperlichen Gebrechen unsichtbar machen.

  16. Die letzte Schlußfolgerung der Vernunft ist, dass sie einsieht, dass es eine Unzahl von Dingen gibt, die ihr Fassungsvermögen übersteigen. Sie ist nur schwach, wenn sie nicht zu dieser Einsicht gelang …

    Blaise Pascal

  17. In der Nacht hat der Mensch nur ein Nachthemd an, und darunter kommt gleich sein Charakter.

    Robert Musil

  18. Ein Tontopf wird früher oder später brechen, ein Feldherr früher oder später fallen.

  19. Heiter muß man die Gebrechen hinnehmen, die der Himmel schickt oder die Zeit herbeiführt.

    Joseph Joubert

  20. Tabak ohne Kaffee ist wie ein Fürst ohne Pelz.