824 Sprüche — Seite 28
Was trägt, wenn Sicherheiten brüchig werden und Beweise nicht mehr ausreichen, ist oft der Glaube. Er richtet den Blick über das Sichtbare hinaus und gibt dem Menschen Halt, ohne ihm jede Unsicherheit zu nehmen. Gerade darin liegt seine eigentümliche Würde, die nicht auf Wissen, sondern auf Vertrauen beruht.
Neben religiöser Tiefe umfasst dieses Thema auch die Kraft, an Sinn, Hoffnung und das Gute im Leben festzuhalten. Zuversicht und Zweifel, Hingabe und innere Freiheit schließen sich dabei nicht aus — Glaube beginnt oft genau dort, wo Kontrolle endet und der Mensch sich dennoch nicht verloren gibt.
Was vergangen, sei vergeben, wer da glaubt und hofft, wird leben. Was faul ist, das muß fallen. Gruß von Gott den Mutigen allen.
Die Bibel gebietet uns, unsere Nächsten zu lieben und auch unsere Feinde zu lieben, wahrscheinlich deshalb, weil es in der Regel dieselben Leute sind.
— Gilbert Keith Chesterton
Der Priester wird die Wesensgleichheit von Mensch und Tier nie zugeben, da er auf die unsterbliche Seele nicht verzichten kann, die er braucht, um die Moralforderung zu begründen.
— Sigmund Freud
Unter den vielen Lügenmächten, die in der Welt wirksam sind, ist die Theologie eine der erste
— Mahatma Gandhi
Es gibt so wunderweiße Nächte, drin alle Dinge silbern sind. Da schimmert mancher Stern so lind, als ob der fromme Hirten brächte zu einem neuen Jesuskind. Weit wie mit dichtem Demantstaube best …
— Rainer Maria Rilke
Herr, hier bin ich. Du hast mich gerufen.
Glaubst du, es gäb' ein Sandkorn in der Welt, das nicht gebunden an die ew'ge Kette von Wirksamkeit, von Einfluss und Erfolg?
— Franz Grillparzer
Wofür ein Mensch auch beten mag - er betet um Wunder
— Iwan Turgenjew
Selbstvertrauen ist Vertrauen auf Gott: er wird mich doch nicht stecken lassen.
— Bettina von Arnim
Ich kann nirgendwo die Liebe Gottes besser ablesen als im Kreuz... Da eröffnet er die Quelle, die mich freimacht von aller Schuld. Da ist eine Tür in den Himmel.
— Wilhelm Busch
Die Hilfe Gottes, muss ich vermuten, liegt für uns heute ein wenig im weiten; denn nach diesem Leben hilft er den Guten, in diesem Leben den Gescheiten.
— Franz Grillparzer
Kümmern wir uns um das Heute - Gott wird sich um das Morgen kümmern.
— Gorch Fock
Zwei Lebensstützen brechen nie, Gebet und Arbeit heißen sie
Wer dem Altar dient, soll auch vom Altar leben.
Ein Ding freundlich auslegen ist eines frommen Gemüts
Bei frommen Leuten verliert man nichts
An dem ist Chrisom und Tauf verloren.
Fromm sein ist zu allen Dingen gut
Der ist fromm, der ungezählt Geld wiedergibt
Gott hat für alles seine Zeit.
— Maria Ward