Sprüche über Glauben
824 Sprüche — Seite 25
Was trägt, wenn Sicherheiten brüchig werden und Beweise nicht mehr ausreichen, ist oft der Glaube. Er richtet den Blick über das Sichtbare hinaus und gibt dem Menschen Halt, ohne ihm jede Unsicherheit zu nehmen. Gerade darin liegt seine eigentümliche Würde, die nicht auf Wissen, sondern auf Vertrauen beruht.
Neben religiöser Tiefe umfasst dieses Thema auch die Kraft, an Sinn, Hoffnung und das Gute im Leben festzuhalten. Die Sprüche dazu zeigen, wie eng Zuversicht und Zweifel, Hingabe und innere Freiheit miteinander verbunden sind und warum Glaube oft dort beginnt, wo Kontrolle endet.
Eigentlich solle ich mich schämen, Gott mit meiner Person zu behelligen. Aber seltsam, ich fühle, dass sich Gott mit mir beschäftigt.
— Karl Ferdinand Gutzkow
Da mir mein Sein so unbekannt, so steht es wohl in Gottes Hand, die führet mich so aus wie ein, so darf ich wohl getröstet sein.
— Ludwig Thoma
Gott ist uns Zuflucht und Stärke,ein bewärter Helfer in allen Nöten.
Ich weiß nicht, wohin Gott mich führt, aber ich weiß, dass er mich führt.
— Gorch Fock
Im Licht des Glaubens bin ich stark, standhaft und beharrlich. Im Licht des Glaubens hoffe ich. Das läßt mich nicht schwach werden auf meinem Lebensweg.
— Katharina von Siena
Ich habe angefangen, Kirchen, Kapellen, Bischöfe und das Ganze zu hassen. Ein Mensch kann auch ohne das tapfer vor seinen Gott treten
— John Knittel
Wir müssen die religiösen Gefühle des anderen respektieren - aber nur in der gleichen Art, wie wir seine Ansicht respektieren, dass seine Frau schön und seine Kinder wohlerzogen sind.
— H. L. Mencken
Christus hat viele Diener, aber wenig Nachfolger.
Nicht der Tod, sondern das Sterben beunruhigt mich.
— Michel de Montaigne
Es gibt zwei Arten von Christen: Den Nachfolger Jesu, und dann die billigere Ausgabe davon, den Bewunderer Jesu.
— Sören Kierkegaard
Alle Menschen haben Zugang zu Gott, aber jeder einen anderen
— Martin Buber
Im Himmel ist ein Engel nichts Besonderes
— George Bernard Shaw
Und er nahm die Kinder in seine Arme; dann legte er ihnen die Hände auf und segnete sie.
Wenn der Himmel einen Menschen erschaffen hat, muss es für ihn auch eine Aufgabe geben
Ein Mensch sieht, was vor Augen ist, der Herr aber sieht das Herz an.
Wenn ich Narr genug wäre, noch an das Glück zu glauben, so würde ich es in der Gewohnheit suchen.
— Francois René de Chateaubriand
Es wird hell, weil du da bist.
Man verirrt sich nie so leicht, als wenn man glaubt, den Weg zu kennen.
Besser ein Zweifler, der manchmal glaubt, als ein Gläubiger, der nie zweifelt.
— Josef Bordat
Willst du dir ein hübsch' Leben zimmern, musst dich ums Vergangene nicht bekümmern: Das wenigste muss dich verdrießen, musst stets die Gegenwart genießen, besonders keinen Menschen hassen, und di …
— Johann Wolfgang von Goethe