824 Sprüche — Seite 42
Was trägt, wenn Sicherheiten brüchig werden und Beweise nicht mehr ausreichen, ist oft der Glaube. Er richtet den Blick über das Sichtbare hinaus und gibt dem Menschen Halt, ohne ihm jede Unsicherheit zu nehmen. Gerade darin liegt seine eigentümliche Würde, die nicht auf Wissen, sondern auf Vertrauen beruht.
Neben religiöser Tiefe umfasst dieses Thema auch die Kraft, an Sinn, Hoffnung und das Gute im Leben festzuhalten. Zuversicht und Zweifel, Hingabe und innere Freiheit schließen sich dabei nicht aus — Glaube beginnt oft genau dort, wo Kontrolle endet und der Mensch sich dennoch nicht verloren gibt.
Der gütige Gott, der uns führt, wie es ihm gefällt, hat die Dinge von langer Hand machtvoll und behutsam vorbereitet.
— Charles de Foucauld
Die Schwachheit der menschlichen Möglichkeiten ist die Quelle der Kraft. Jesus ist der Meister des Unmöglichen!
— Charles de Foucauld
Gott baut aus dem Nichts auf
— Charles de Foucauld
In manchen Situationen bedeutet Glaube: gehorchen, ohne zu verstehen
— Charles de Foucauld
Man kann den Menschen unendlich viel Gutes tun ohne Worte, ohne Predigt, ohne Aufsehen.
— Charles de Foucauld
Ein Asyl für jeden Kummer ist das Gebet.
— Johannes Chrysostomos
Sehnsucht ist das Los des Geistes, der einmal Gottes Schönheit geschaut hat.
— Basilius von Caesarea
In seiner Güte schuf Gott das Nützliche, in seiner Weisheit das Schöne, in seiner Macht das Große.
— Basilius von Caesarea
Mensch: Das Wesen, das den Auftrag hat, Gott zu werden.
— Basilius von Caesarea
Das Schlimmste für den Menschen ist, den Glauben an die Zukunft zu verlieren.
— Nikolaus B. Enkelmann
Lies nicht, um zu widersprechen oder zu glauben, sondern um zu prüfen und zu erwägen!
— Thomas Babington Macaulay
Was Gott ist, wird in Ewigkeit kein Mensch ergründen, doch will er treu sich allezeit mit uns verbünden.
— Conrad Ferdinand Meyer
Die Religionen sind der Ausdruck des ewigen und unzerstörbaren metaphysischen Bedürfnisses der Menschennatur.
— Jacob Christoph Burckhardt
Eine Lüge, die wir im guten Glauben in uns hineinbauen, zur Selbsttäuschung, versperrt uns den wertvollen Lebensraum.
— Prentice Mulford
Glaube ist das Samenkorn aller Wunder! Aber aus diesem Samen kann Böses wie Gutes sprießen.
— Prentice Mulford
Wenn die Vernunft ein Geschenk des Himmels ist und wenn man vom Glauben das gleiche sagen kann, so hat uns der Himmel zwei unvereinbare, einander widersprechende Geschenke gemacht.
— Denis Diderot
Wer an einen Glauben glaubt, der lässt andere für sich glauben.
— Friedrich Georg Jünger
Es ist selten, dass ein Mensch weiß, was er eigentlich glaubt.
— Oswald Spengler
Die Heiden haben das Leben vergöttert, die Christen den Tod.
— Germaine Madame de Stael
Wenn man ihre Heiligenlegenden liest, findet man die Namen von tausend heilig gesprochenen Verbrechern.
— Claude-Adrien Helvetius