824 Sprüche — Seite 24
Was trägt, wenn Sicherheiten brüchig werden und Beweise nicht mehr ausreichen, ist oft der Glaube. Er richtet den Blick über das Sichtbare hinaus und gibt dem Menschen Halt, ohne ihm jede Unsicherheit zu nehmen. Gerade darin liegt seine eigentümliche Würde, die nicht auf Wissen, sondern auf Vertrauen beruht.
Neben religiöser Tiefe umfasst dieses Thema auch die Kraft, an Sinn, Hoffnung und das Gute im Leben festzuhalten. Zuversicht und Zweifel, Hingabe und innere Freiheit schließen sich dabei nicht aus — Glaube beginnt oft genau dort, wo Kontrolle endet und der Mensch sich dennoch nicht verloren gibt.
Gott ist in uns daheim - wir sind in der Fremde.
— Eckhart von Hochheim
Der Kluge sieht das Gemeinsame in den verschiedenen Religionen, der Dummkopf die Unterschiede.
Wer glaubt, ist entbunden. Wer nicht glaubt, ist gebunden.
— Ulrich Zwingli
Nur ja nicht die Gelegenheit versäumt, nur ja nicht zaghaft Gottes Werke beschaut! Sein mächtiger Arm kann und wird alle Wege ebnen, Hilfe spenden wunderbar.
— Adolph Kolping
Die Sterne sind nur der Vater deines Schicksals. Die Mutter ist deine eigene Seele
— Johannes Kepler
Wenn du ein Kind siehst, hast du Gott auf frischer Tat ertappt
— Martin Luther
Ich denke, wenn ich einmal ein ernster Christ werde, dann werde ich mich am meisten darüber schämen, dass ich dies nicht früher geworden bin, sondern erst alles andere habe versuchen wollen.
— Sören Kierkegaard
Klein ist der Mensch, der Vergängliches sucht, groß aber, wer das Ewige im Sinn hat.
— Antonius von Padua
Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst. Ich habe dich bei deinem Namen gerufen. Du bist mein.
Wie gutes Tagwerk frommen Schlummer bringt, so rechtes Leben einen fröhlichen Tod.
— Leonardo da Vinci
Der Tod ist das Tor zum Leben.
Mitten wir im Leben sind mit dem Tod umfangen. Wer ist, der uns Hilfe bringt, dass wir Gnad erlangen? Das bist du, Herr, alleine. Uns reuet unsre Missetat, die dich, Herr, erzürnet hat. Heilige …
— Martin Luther
Lass dir dein Glauben von niemanden rauben. Lass dir dein Lieben von keinem trüben. Halte stets offen dein Herze dem Hoffen.
Wie die Mutter sich freut, wenn sie das erste Lächeln ihres Kindes bemerkt, so freut sich Gott jedesmal, wenn er vom Himmel sieht, daß ein Sünder sich vor ihm aus vollem Herzen zum Gebet beugt.
— Fjodor M. Dostojewski
Ich lenke meine Gedanken himmelwärts und hoffe, dass mir ein Engel entgegen kommt.
Wer an das Glück glaubt, der hat Glück.
— Christian Friedrich Hebbel
Die Naturwissenschaft braucht der Mensch zum Erkennen, den Glauben zum Handeln.
— Max Planck
Die Menschen glauben, sich mit etwas Wichtigem zu befassen, befassen sich aber nur mit der Fresserei.
— Leo Tolstoi
Ich glaube um zu erkennen.
— Anselm von Canterbury
Üb' immer Treu und Redlichkeit bis an dein kühles Grab, und weiche keinen Finger breit von Gottes Wegen ab!
— Ludwig Christoph Heinrich Hölty