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Sprüche über Besitz

548 Sprüche — Seite 11

Was jemand besitzt, sagt nicht automatisch etwas darüber aus, was ihn innerlich trägt. Besitz kann Sicherheit geben, Gewohnheiten ordnen und Wünsche befriedigen, doch er wirft immer auch die Frage auf, ob der Mensch Dinge hat oder längst von ihnen bestimmt wird. Deshalb ist dieses Thema von stiller philosophischer Schärfe.

Sein eigentliches Gewicht liegt im Verhältnis zwischen Haben und Genügen. Die Sprüche zu diesem Thema fragen danach, wie viel Eigentum Freiheit schafft, wo Abhängigkeit beginnt und warum nicht selten das, was man festhalten will, allmählich selbst Besitz über den Menschen gewinnt.

  1. Wenn wir lieben, dienen wir; solange wir von anderen geliebt werden, möchte ich behaupten, sind wir fast unentbehrlich; und niemand ist nutzlos, wenn er einen Freund besitzt.

    Robert Louis Stevenson

  2. Pfennig ist Pfennigs Bruder.

  3. Verfüge nie über Geld, ehe du es hast.

    Thomas Jefferson

  4. Geld hat nicht nur kein Herz, sondern auch keine Ehre und kein Gedächtnis. Geld wird von selbst ehrenwert, wenn man es eine Zeitlang in Besitz hat.

    John Steinbeck

  5. Ich verwerfe die Ehe, weil sie zum Eigentum macht, was nimmer Eigentum sein kann: die freie Persönlichkeit; weil sie ein Recht gibt auf Liebe, auf die es kein Recht geben kann; bei der jedes Rech …

    Louise Franziska Aston

  6. Es gibt Dinge, die wir wegwerfen würden, fürchteten wir nicht, dass andere sie aufheben

    Oscar Wilde

  7. Wer nimmt, was er nicht will, dem wird reichlich gegeben. Nur nicht das, was er braucht.

    Else Pannek

  8. Hab e i n e n Pfennig lieb wie vier, fehlt's Dir an Wein, so trinke Bier.

  9. Auch eine nur leicht inflationäre Entwicklung ist so etwas wie eine entschädigungslose Enteignung zugunsten der Öffentlichen Hand

    Ludwig Erhard

  10. Kaum hat mal einer ein bissel was, gleich gibt es welche, die ärgert das

    Wilhelm Busch

  11. Das Schicksal kann Reichtümer, doch nicht den Geist rauben.

    Seneca

  12. Manchmal muß man Freunde besuchen, um seine Bücher wiederzusehen.

    William Hazlitt

  13. Danke Gott, dass du geben kannst - und nicht davon abhängig bist, was andere dir geben.

  14. Eine verheiratete Frau darf nicht den Reis von zwei Männern essen.

  15. Ihr gebt nur wenig, wenn ihr von eurem Besitz gebt. Erst wenn ihr von euch selber gebt, gebt ihr wahrhaft.

    Khalil Gibran

  16. Unsere Wünsche sind wie kleine Kinder: Je mehr man ihnen nachgibt, um so anspruchsvoller werden sie

    Christian Morgenstern

  17. Denke daran, dass etwas, was Du nicht bekommst, manchmal eine wunderbare Fügung des Schicksals sein kann.

    Dalai Lama

  18. Wer einen Unterschied zwischen Leib und Seele macht, besitzt keines von beiden.

    Oscar Wilde

  19. Geld ist die Welt und die Welt ist Geld.

  20. Tausend und Abertausend Ströme fließen in das Meer, aber das Meer ist nie voll; und könnte der Mensch Stein zu Gold verwandeln, sein Herz ist nie zufrieden.