Sprüche über Besitz
548 Sprüche — Seite 9
Was jemand besitzt, sagt nicht automatisch etwas darüber aus, was ihn innerlich trägt. Besitz kann Sicherheit geben, Gewohnheiten ordnen und Wünsche befriedigen, doch er wirft immer auch die Frage auf, ob der Mensch Dinge hat oder längst von ihnen bestimmt wird. Deshalb ist dieses Thema von stiller philosophischer Schärfe.
Sein eigentliches Gewicht liegt im Verhältnis zwischen Haben und Genügen. Die Sprüche zu diesem Thema fragen danach, wie viel Eigentum Freiheit schafft, wo Abhängigkeit beginnt und warum nicht selten das, was man festhalten will, allmählich selbst Besitz über den Menschen gewinnt.
Verfüge nie über Geld, ehe du es hast.
— Thomas Jefferson
Wer nimmt, was er nicht will, dem wird reichlich gegeben. Nur nicht das, was er braucht.
— Else Pannek
Was der Mensch auch gewinnt, er muss es teuer bezahlen, wär es auch nur mit der Furcht, ob er's nicht wieder verliert.
— Christian Friedrich Hebbel
Dein Pferd, dein Weib und dein Schwert leih nicht her.
Nicht das Leben ist das höchste Gut, sondern das gute Leben. "Gut" leben ist soviel wie "edel und gerecht".
— Platon
Bücher haben Ehrgefühl. Wenn man sie verleiht, kommen sie nicht mehr zurück.
— Theodor Fontane
Es gibt kein Glück im Wohlstand, durch Leiden wird das Glück erkauft
— Fjodor M. Dostojewski
Auch eine nur leicht inflationäre Entwicklung ist so etwas wie eine entschädigungslose Enteignung zugunsten der Öffentlichen Hand
— Ludwig Erhard
Der Traum und die Phantasie sind das eigenste Eigentum
— Novalis
Freue dich, trinke ein Glas, betrachte die Gegenwart als dein Eigentum, alles andere überlasse dem Schicksal.
— Euripides
Der wahre Preis einer Sache ist die Mühe und Plage, ihn zu erarbeiten.
— Adam Smith
Es gibt wenige Frauen, welche fähig sind, den Mann um des Genius willen zu lieben. Es ist die Person und der Erfolg, was sie begehren.
— Anselm Feuerbach
Eine ausgewählte Büchersammlung ist und bleibt der Brautschatz des Geistes und Gemütes
— Karl Julius Weber
Es gibt Dinge, die wir wegwerfen würden, fürchteten wir nicht, dass andere sie aufheben
— Oscar Wilde
Eigentum ist eine Frucht von Arbeit. Eigentum ist wünschenswert, ein positives Gut in der Welt. Dass einige reich sind, zeigt, dass andere reich werden können, und das ist wiederum eine Ermutigung f …
— Abraham Lincoln
Die Liebe, die wir geben, ist die einzige, die wir behalten.
— Elbert Green Hubbard
Es ist schwer, die Liebe zu definieren. In der Seele ist sie eine Leidenschaft zu herrschen, im Verstande Sympathie, im Körper ein geheimnisvoller Drang zu besitzen
— François de la Rochefoucauld
Man braucht den Appetit des Armen, um das Vermögen des Reichen zu genießen.
— Antoine de Rivarol
Das Lesen versieht den Geist nur mit dem Material für das Wissen; erst das Denken macht das Gelesene zu unserem Eigentum
— John Locke
Wer sieben gute Bücher hat, braucht keine Menschen mehr.
— Karl Friedr. Hieronymus Freiherr v. Münchhausen