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Sprüche über Besitz

548 Sprüche — Seite 17

Was jemand besitzt, sagt nicht automatisch etwas darüber aus, was ihn innerlich trägt. Besitz kann Sicherheit geben, Gewohnheiten ordnen und Wünsche befriedigen, doch er wirft immer auch die Frage auf, ob der Mensch Dinge hat oder längst von ihnen bestimmt wird. Deshalb ist dieses Thema von stiller philosophischer Schärfe.

Sein eigentliches Gewicht liegt im Verhältnis zwischen Haben und Genügen. Die Sprüche zu diesem Thema fragen danach, wie viel Eigentum Freiheit schafft, wo Abhängigkeit beginnt und warum nicht selten das, was man festhalten will, allmählich selbst Besitz über den Menschen gewinnt.

  1. Es gibt jene, die wenig besitzen und alles geben. Das sind diejenigen, die an das Leben und den Überfluss des Lebens glauben, und ihre Hilfsquellen versiegen nie.

    Khalil Gibran

  2. Reich sind die, die wahre Freunde haben.

    Thomas Fuller

  3. Die Blumen des eigenen Gartens duften nicht so stark wie die wilden Blumen. Dafür halten sie länger.

  4. Was hinter uns liegt und was vor uns liegt, ist relativ unbedeutend, verglichen mit dem, was in uns liegt.

    Oliver Wendell Holmes

  5. Leute, die sich stets um ihre Gesundheit sorgen, sind wie Geizhälse die Schätze horten und nie den Geist aufbringen, sich daran zu erfreuen.

    Laurence Sterne

  6. Wer von seinem Vater einen Hügel geerbt hat, sollte ihn erklimmen.

  7. Es ist gar nicht auszusprechen, wie schätzenswert es ist, etwas sein Eigen nennen zu dürfen.

    Aristoteles

  8. Wenn du mit den Früchten deines Baumes Ball spielst, wird er im nächsten Jahr keine tragen.

  9. Der Besitz der Wahrheit ist nicht schrecklich, sondern langweilig, wie jeder Besitz.

    Friedrich Nietzsche

  10. Die Gegenwart ist die einzige Zeit, die uns wirklich gehört.

    Blaise Pascal

  11. Gott hat mir's gegeben, und der Teufel soll es mir nicht nehmen.

  12. Der hat ein schweres Los, der mit einer silbernen Reisschale betteln muss

  13. Zwei werden nicht satt: Wer Wissen und wer Reichtum sucht.

  14. Das Leben besteht aus vielen kleinen Münzen, und wer sie aufzuheben versteht, hat ein Vermögen.

    Jean Anouilh

  15. Kinder hast du nicht, du bekommst sie nur für eine gewisse Zeit geborgt. Und diese Zeit kann sehr lang werden

    Pearl S. Buck

  16. Wer ein öffentliches Amt übernimmt, sollte sich als öffentliches Eigentum betrachten.

    Thomas Jefferson

  17. Vielleicht wird der Himmel den Laien gehören, aber diese Welt gehört ganz bestimmt den Klerikern.

    George Moore

  18. Die Kunst gehört keinem Lande an, sie stammt vom Himmel

    Michelangelo

  19. Ein Bücherschatz ist wie ein geistiger Baum, der Bestand hat und seine köstlichen Früchte spendet von Jahr zu Jahr, von Geschlecht zu Geschlecht.

    Thomas Carlyle

  20. Wie wenig irdischen Besitz man auch hat, der Mensch soll doch nicht mit seinem Herzen an ihm hängen.

    Mechthild von Magdeburg