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Sprüche über Besitz

548 Sprüche — Seite 29

Was jemand besitzt, sagt nicht automatisch etwas darüber aus, was ihn innerlich trägt. Besitz kann Sicherheit geben, Gewohnheiten ordnen und Wünsche befriedigen, doch er wirft immer auch die Frage auf, ob der Mensch Dinge hat oder längst von ihnen bestimmt wird. Deshalb ist dieses Thema von stiller philosophischer Schärfe.

Sein eigentliches Gewicht liegt im Verhältnis zwischen Haben und Genügen. Die Sprüche zu diesem Thema fragen danach, wie viel Eigentum Freiheit schafft, wo Abhängigkeit beginnt und warum nicht selten das, was man festhalten will, allmählich selbst Besitz über den Menschen gewinnt.

  1. Ein Grundirrtum der Eltern ist, dass sie die Kinder als ihr Eigentum, ihre Leib- und Seeleneigenen betrachten, von denen und an denen zu zehren ihr Recht ist.

    Hedwig Dohm

  2. Damit die Bürger wohlhabend werden, ist zweierlei nötig: Arbeit und Sparsamkeit.

    Thomas Hobbes

  3. Ein Ziel im Leben ist das einzige Vermögen, das sich zu erwerben lohnt.

    Robert Louis Stevenson

  4. Wenn du fragen musst, wieviel es kostet, kannst du es dir nicht leisten.

    John Pierpont Morgan

  5. Eine Insel ist nicht mehr wert als das Festland, wenn sie zu groß ist.

    David Herbert Lawrence

  6. Geld ist eine Art Instinkt. Geld machen ist eine Art Naturveranlagung im Menschen.

    David Herbert Lawrence

  7. Die Menschen streben nach Dingen, die sie nicht brauchen, und vernachlässigen ihre wahren Segnungen: das Geschenk ihrer Sinne, die wir mit Fug und Recht unser eigen nennen können.

    Mary Wortley Montagu

  8. Es ist die Natur des Reichtums, dass mit seinem Wachsen auch der Durst nach ihm, die Armut, wächst

    Francesco Petrarca

  9. Wer die See beherrscht, beherrscht den Handel dieser Welt; wer den Handel der Welt beherrscht, herrscht über die Reichtümer dieser Welt und damit über sie selbst

    Sir Walter Raleigh

  10. Das Wissen kommt und geht, die Weisheit bleibt.

    Alfred Lord Tennyson

  11. Das Glück liegt im Wünschen. Erfüllung ist zugleich Zerstörung.

    Herbert Spencer

  12. Arme Menschen gibt's, die nichts – nichts! – besitzen als ihren Reichtum.

    Otto Weiss

  13. Dies und jenes fehlt der Frau so lange nicht, bis sie bemerkt, dass eine ihrer Freundinnen es hat.

    Otto Weiss

  14. Was jeder von uns gern sammeln möchte: Medaillen ohne Kehrseite.

    Otto Weiss

  15. Wie vieles, was wir auf die Erde werfen, wird, wenn's ein andrer aufhebt, ein Juwel

    George Meredith

  16. Einem anderen gehöre nicht, wer sein eigener Herr sein kann

    Philippus Theophrastus Paracelsus

  17. Auf Erden nichts geschaffen ist, was hat Bestand für lange Frist.

    Bernhard Freidank

  18. Man erbt kein Vermögen, man erbt Verantwortung.

    Reinhard Zinkann

  19. Eigentum ist eine Falle: was wir zu besitzen glauben, besitzt tatsächlich uns.

    Alphonse Karr

  20. Reichtum beglückt, wenn wir ihn besitzen, und macht tief unglücklich, wenn er uns besitzt.

    Heinrich Lhotzky