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Sprüche über Besitz

548 Sprüche — Seite 23

Was jemand besitzt, sagt nicht automatisch etwas darüber aus, was ihn innerlich trägt. Besitz kann Sicherheit geben, Gewohnheiten ordnen und Wünsche befriedigen, doch er wirft immer auch die Frage auf, ob der Mensch Dinge hat oder längst von ihnen bestimmt wird. Deshalb ist dieses Thema von stiller philosophischer Schärfe.

Sein eigentliches Gewicht liegt im Verhältnis zwischen Haben und Genügen. Die Sprüche zu diesem Thema fragen danach, wie viel Eigentum Freiheit schafft, wo Abhängigkeit beginnt und warum nicht selten das, was man festhalten will, allmählich selbst Besitz über den Menschen gewinnt.

  1. Die Aktiengesellschaft ist eine raffinierte Einrichtung zur persönlichen Bereicherung ohne persönliche Verantwortung.

    Ambrose Bierce

  2. Hätt' ich Geld, ich wäre fromm genug.

  3. Das Vermögen soll durch Mittel erworben werden, die von Unsittlichkeit frei sind. Erhalten aber soll man es durch Genauigkeit und Sparsamkeit.

    Marcus Tullius Cicero

  4. Was nicht griffbereit ist, was man nicht nachts um zwei Uhr finden kann, das besitzt man nicht.

    Kurt Tucholsky

  5. Alles, was Ihr habt, wird eines Tages gegeben werden; daher gebt es jetzt, dass die Zeit des Gebens Eure ist und nicht die Eurer Erben.

    Khalil Gibran

  6. Deine Kinder sind nicht deine Kinder, sie kommen durch dich, aber nicht von dir, sie sind bei dir, aber sie gehören dir nicht.

    Khalil Gibran

  7. Der Besitz macht uns nicht halb so glücklich, wie uns der Verlust unglücklich macht.

    Jean Paul

  8. Das Leben der Vornehmen ist ein langer Sonntag; sie wohnen in schönen Häusern, sie tragen zierliche Kleider, sie haben feiste Gesichter und reden eine eigene Sprache.

    Georg Büchner

  9. Was der Sozialismus will, ist nicht Eigentum aufheben, sondern im Gegenteil individuelles Eigentum, auf Arbeit gegründetes Eigentum erst einführen.

    Ferdinand Lassalle

  10. Eigen Haus und Herd und Kind, Machen auch das Leid gelind.

    Felix Dahn

  11. Mensch: ein Tier, das Geschäfte macht; kein anderes Tier tut dies - kein Hund tauscht Knochen mit einem anderen.

    Adam Smith

  12. Wer gut wirtschaften will, sollte nur die Hälfte seiner Einnahmen ausgeben, wenn er reich werden will, sogar nur ein Drittel.

    Francis Bacon

  13. Gute Nacht, Tugend: hab ich Geld, so bin ich lieb.

  14. Den Acker und die Frau gib an niemand weiter.

  15. Viel haben ist nicht reich. Der ist ein reicher Mann, der alles was er hat, ohn' Leid verlieren kann.

    Angelus Silesius

  16. Ist die Zeit das Kostbarste unter allem, so ist Zeitverschwendung die allergrößte Verschwendung.

    Benjamin Franklin

  17. Gott, gib mir ein reines Herz, lass mich nicht aus dem Blickfeld deines Auges verschwinden. Segne meine Kinder, meine Frau und segne meine Habe und mein Vieh.

  18. Was du verlieren kannst, hat keinen Wert.

    Emil Gött

  19. Geld ist der Adel, Geld ist ohne Tadel.

  20. Wo Geld ist, da ist der Teufel, wo keins ist, da ist er zweimal.