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Sprüche über Besitz

548 Sprüche — Seite 3

Was jemand besitzt, sagt nicht automatisch etwas darüber aus, was ihn innerlich trägt. Besitz kann Sicherheit geben, Gewohnheiten ordnen und Wünsche befriedigen, doch er wirft immer auch die Frage auf, ob der Mensch Dinge hat oder längst von ihnen bestimmt wird. Deshalb ist dieses Thema von stiller philosophischer Schärfe.

Sein eigentliches Gewicht liegt im Verhältnis zwischen Haben und Genügen. Die Sprüche zu diesem Thema fragen danach, wie viel Eigentum Freiheit schafft, wo Abhängigkeit beginnt und warum nicht selten das, was man festhalten will, allmählich selbst Besitz über den Menschen gewinnt.

  1. Geld erklärt den Text und die Glosse.

  2. Mach Freundschaft mit eines Menschen Güte, nicht mit seinem Gut

  3. Die Wahrheit ist eine scheue Geliebte, man besitzt sie niemals ganz.

    Hermann Bahr

  4. Besser ein Mann ohne Geld als Geld ohne Mann.

  5. Der Mensch hat am Menschen kein Eigentumsrecht, noch eine Generation an der nachfolgenden.

    Thomas Paine

  6. Der Faule denkt, Hände und Füße wären ihm geliehen.

  7. Jedem Erfinder gehört die Erfindung, jedem Finder gehört der Finderlohn. Nur der Entdecker einer Wahrheit geht leer aus. Sobald er sie entdeckt hat gehört sie allen oder keinem

    Jean-Paul Sartre

  8. Zum Reichtum führen viele Wege, und die meisten von ihnen sind schmutzig.

    Marcus Tullius Cicero

  9. Magst du auch aus dem Meer schöpfen, du bekommst doch nur so viel, als dein Krug fassen will.

  10. Vertrauen ist für alle Unternehmungen das größte Betriebskapital ohne welches kein nützliches Werk auskommen kann. Es schafft auf allen Gebieten die Bedingungen gedeihlichen Geschehens.

    Albert Schweitzer

  11. Alles ist fremdes Eigentum, nur die Zeit ist unser. Nur diese eine vergängliche und flüchtige Sache hat uns die Natur gegeben, und dennoch vertreibt uns daraus, wer will.

    Seneca

  12. Das Höchste, was der Mensch besitzen kann, ist jene Ruhe, jene Heiterkeit, jener innere Friede, die durch keine Leidenschaft beunruhigt werden kann.

    Immanuel Kant

  13. Jedem Vorgang unsers Lebens gehört nur auf einen Augenblick das "Ist"; sodann für immer das "War".

    Arthur Schopenhauer

  14. Freunde zu haben, bedeutet reich zu sein.

  15. Ich hab etwas gegen Millionäre - aber wenn ich die Chance hätte, einer zu werden, könnte ich für nichts garantieren.

    Mark Twain

  16. Das Leben und dazu eine Katze - das ergibt eine unglaubliche Summe.

    Victor-Marie Hugo

  17. Je teurer die Uhr ist, die jemand trägt, desto weniger Zeit hat er.

    Josef Bordat

  18. Wer nichts verändern will, wird auch das verlieren, was er bewahren möchte.

    Gustav Walter Heinemann

  19. Geld, das stumm ist, macht recht, was krumm ist.

  20. Wenn du auch zehntausend Felder hast, kannst du nur ein Maß Reis am Tage essen; wenn auch dein Haus tausend Zimmer enthält, kannst du nur acht Fuß Raum brauchen bei Nacht.