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Sprüche über Besitz

548 Sprüche — Seite 18

Was jemand besitzt, sagt nicht automatisch etwas darüber aus, was ihn innerlich trägt. Besitz kann Sicherheit geben, Gewohnheiten ordnen und Wünsche befriedigen, doch er wirft immer auch die Frage auf, ob der Mensch Dinge hat oder längst von ihnen bestimmt wird. Deshalb ist dieses Thema von stiller philosophischer Schärfe.

Sein eigentliches Gewicht liegt im Verhältnis zwischen Haben und Genügen. Die Sprüche zu diesem Thema fragen danach, wie viel Eigentum Freiheit schafft, wo Abhängigkeit beginnt und warum nicht selten das, was man festhalten will, allmählich selbst Besitz über den Menschen gewinnt.

  1. Wer unaufhörlich gibt, wird unaufhörlich haben.

    Rudyard Kipling

  2. Das Verhängnis unserer Kultur ist, dass sie sich materiell viel stärker entwickelt hat als geistig.

    Albert Schweitzer

  3. Schöner als der vollste Besitz ist die Erwartung des Glücks.

    Franz Emanuel August Geibel

  4. Der Großvater kauft, der Vater baut, der Sohn verkauft, der Enkel geht betteln.

  5. Erinnerung, Sehnsucht, Hoffnung sind die Begleiter der ersten Frühlingsboten, und Sehnsucht beglückt oft mehr als Besitz.

    Karl Ferdinand Gutzkow

  6. Die kluge Frau wünscht sich immer ein bißchen mehr als ihr Mann ihr bieten kann, aber niemals so viel, dass er entmutigt wird.

    Sarah Bernhardt

  7. Hüte dich, alles, was du besitzest, als dein Eigentum zu betrachten!

    Benjamin Franklin

  8. Die Güter der Welt gleiten uns durch die Finger wie der Sand der Dünen.

    Antoine de Saint-Exupéry

  9. Mit anderer Leut's Sach ist gut leben.

  10. Der Mensch hat immer eine Heimat und wär es nur der Ort, wo er gestern war und heute nicht mehr ist. Entfernung macht Heimat, Verlust Besitz.

    Alexander von Villers

  11. Mit Geld kann man sogar Götter bestechen.

  12. Hüte dich vor dem, der nur ein Buch besitzt.

    Thomas von Aquin

  13. Das Leben ist ein ewiges Wechselspiel aus Nehmen und Behalten.

    Henry Ford

  14. Wer der Meinung ist, dass für Geld alles haben kann, gerät leicht in den Verdacht, dass er für Geld alles zu tun bereit ist.

    Benjamin Franklin

  15. Mit dem Reichtum fertig zu werden ist auch ein Problem.

    Ludwig Erhard

  16. Man ist kein Milliardär, wenn man seine Millionen noch zählen kann.

    René Descartes

  17. Geliehene Bücher wiedergeben, wird oft versäumt von Jungen und Alten. Denn leichter ist es,die Bücher selber, als was drin steht zu behalten.

    Otto Banck

  18. Das Recht hat die merkwürdige Eigenschaft, dass man es behalten kann, ohne es zu haben.

    Joseph Unger

  19. Besitz verlockt zur Sünde, und die Anhäufung von Reichtümern entsittlicht den Menschen; nur die einfache Arbeit gibt Glück und Zufriedenheit.

    Leo Tolstoi

  20. Wer Diener hat, hat unverhohlene Feinde.