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Sprüche über Besitz

548 Sprüche — Seite 2

Was jemand besitzt, sagt nicht automatisch etwas darüber aus, was ihn innerlich trägt. Besitz kann Sicherheit geben, Gewohnheiten ordnen und Wünsche befriedigen, doch er wirft immer auch die Frage auf, ob der Mensch Dinge hat oder längst von ihnen bestimmt wird. Deshalb ist dieses Thema von stiller philosophischer Schärfe.

Sein eigentliches Gewicht liegt im Verhältnis zwischen Haben und Genügen. Die Sprüche zu diesem Thema fragen danach, wie viel Eigentum Freiheit schafft, wo Abhängigkeit beginnt und warum nicht selten das, was man festhalten will, allmählich selbst Besitz über den Menschen gewinnt.

  1. Es ist nicht das Wissen, sondern das Lernen, nicht das Besitzen, sondern das Erwerben, nicht das Dasein, sondern das Hinkommen, was den größten Genuß gewährt.

    Carl Friedrich Gauß

  2. Nur die Weisen sind im Besitz von Ideen... Die meisten Menschen sind von Ideen besessen

    Samuel Taylor Coleridge

  3. Ein gutes Buch ist wie ein Garten, den man in der Tasche mit sich trägt.

  4. Der Name oder die Person: Was ist wichtiger ? Die Person oder der Besitz: Was ist mehr ? Gewinnen oder verlieren: Was ist schlimmer ?

    Laotse

  5. Es ist gleich, ob du Geld hast oder nicht; wenn du kein Geld hast, hast du unrecht.

  6. Der Wunsch nach etwas ist letzten Endes ein Streben danach, es zu besitzen. Darum stirbt der Wunsch von selbst, wenn er erfüllt ist.

    José Ortega y Gasset

  7. Ehe man sehnsüchtig etwas wünscht, sollte man das Glück dessen prüfen, der es besitzt.

    François de la Rochefoucauld

  8. Den Reichtum eines Menschen misst man an den Dingen, die er entbehren kann, ohne seine gute Laune zu verlieren

    Henry David Thoreau

  9. Die Menschen vergessen schneller den Tod ihres Vaters als den Verlust des Erbes.

    Nicolaus Machiavelli

  10. Sei gewiß, dass nichts dein Eigentum sei, was du nicht inwendig in dir hast.

    Matthias Claudius

  11. Du kannst sehen, wo der Regenbogen die Erde berührt, aber bis Du dort eintriffst, ist er weitergezogen. Wer könnte den Regenbogen besitzen?

  12. Glück ist so federleicht, nie wird´s gefangen. Unglück so erdenschwer, nie wird´s umgangen.

    Konfuzius

  13. Mach Freundschaft mit eines Menschen Güte, nicht mit seinem Gut

  14. Der Mensch hat am Menschen kein Eigentumsrecht, noch eine Generation an der nachfolgenden.

    Thomas Paine

  15. Die Wahrheit ist eine scheue Geliebte, man besitzt sie niemals ganz.

    Hermann Bahr

  16. Der Faule denkt, Hände und Füße wären ihm geliehen.

  17. Jedem Erfinder gehört die Erfindung, jedem Finder gehört der Finderlohn. Nur der Entdecker einer Wahrheit geht leer aus. Sobald er sie entdeckt hat gehört sie allen oder keinem

    Jean-Paul Sartre

  18. Nützen wir den kurzen Tag, der uns gehört. Der nächste bringe dann, was er bringen mag.

    Horaz

  19. Viele Menschen verachten den Reichtum, aber wenige sind stark genug, darauf zu verzichten

    François de la Rochefoucauld

  20. Besitzest Du wirklich etwas Gutes, so glaube von anderen Besseres, damit Du Demut bewahrst.

    Thomas à Kempis