Sprüche über Macht
793 Sprüche — Seite 17
Wo Einfluss wächst, zeigt sich oft schneller als irgendwo sonst, wer ein Mensch wirklich ist. Macht kann ordnen, schützen und gestalten, sie kann aber ebenso verführen, verhärten und den Blick für Verantwortung verstellen. Gerade darum ist sie eines der aufschlussreichsten Themen für moralische und politische Betrachtung.
Entlarvend wird sie vor allem dort, wo sie nicht mehr als Dienst, sondern als Besitz missverstanden wird. Die Sprüche zu diesem Thema untersuchen das Verhältnis von Stärke und Maß, Herrschaft und Pflicht und erinnern daran, dass wahre Größe sich im Umgang mit Macht bewährt, nicht im bloßen Besitz von ihr.
Monarchie ist das einzige System, in dem die Macht zum Wohl aller ausgeübt wird
— Aristoteles
Unsere Taten begleiten uns noch lange auf unserer Reise und was wir einmal waren, macht uns zu dem, was wir sind.
— George Eliot
Gott segne den, der Besuche macht - aber kurze.
Alt macht nicht die Zahl der Jahre, alt machen nicht die grauen Haare, alt ist, wer den Mut verliert und sich für nichts mehr interessiert. Drum nimm alles mit Freud und Schwung, dann bleibst du …
Wenn Mädchen verliebt sind, hat es keinen Sinn, die Türen abzuschließen
Das zweite Wort macht den Streit.
Wissen ist Macht, Gewissen deren Kontrolle.
— Paul Johann Ludwig von Heyse
Geld allein setzt die ganze Welt in Bewegung
— Publius Syrus
Die Dummheit ist etwas Unumstößliches. Nichts geht gegen sie an, ohne an ihr zu zerschellen.
— Gustave Flaubert
Heilige Mutter Erde, die Bäume und die ganze Natur sind Zeugen deines Denkens und Wirkens
Sind zwei Menschen eines Sinnes, vermag ihr Wille, Metall durchzuschneiden.
Die Schönheit ist die größte menschliche Macht.
— Honoré de Balzac
Ein Mann, der hartnäckig allein bleibt, macht sich zu einer dauernden öffentlichen Versuchung.
— Oscar Wilde
Das Recht des Stärkeren ist das stärkste Unrecht
— Marie von Ebner-Eschenbach
Wer mich besucht, erweist mir eine Ehre, wer mich nicht besucht, macht mir eine Freude.
— Henry de Montherlant
Zu grosse Hast macht ungeschickt.
— Wilhelm Busch
Politik kann nie Kultur, Kultur aber Politik bestimmen.
— Theodor Heuss
Anteilnehmende Freundschaft macht das Glück strahlender und erleichtert das Unglück.
— Marcus Tullius Cicero
Wenn unsere Tage verdunkelt sind und unsere Nächte finsterer als tausend Mitternächte, so wollen wir stets daran denken, dass es in der Welt eine große, segnende Macht gibt.
— Martin Luther King
Die Ehe soll immer ein Ungeheuer bekämpfen, das alles verschlingen will, was an ihr erhaben ist: die Gewohnheit.
— Honoré de Balzac