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Sprüche über Macht

793 Sprüche — Seite 34

Wo Einfluss wächst, zeigt sich oft schneller als irgendwo sonst, wer ein Mensch wirklich ist. Macht kann ordnen, schützen und gestalten, sie kann aber ebenso verführen, verhärten und den Blick für Verantwortung verstellen. Gerade darum ist sie eines der aufschlussreichsten Themen für moralische und politische Betrachtung.

Entlarvend wird sie vor allem dort, wo sie nicht mehr als Dienst, sondern als Besitz missverstanden wird. Die Sprüche zu diesem Thema untersuchen das Verhältnis von Stärke und Maß, Herrschaft und Pflicht und erinnern daran, dass wahre Größe sich im Umgang mit Macht bewährt, nicht im bloßen Besitz von ihr.

  1. Wo Elefanten sich bekämpfen, hat das Gras den Schaden.

  2. Die Bedrohung durch den Stärksten bewirkt bei mir, dass ich mich auf die Seite des Schwächeren stelle.

    Francois René de Chateaubriand

  3. Tugend macht edel, aber Adel gibt keine Tugend.

  4. Wer allen dient, macht sich keinem verbindlich.

  5. Will unser Herrgott einen Narren, so macht er einen alten Mann zum Witwer.

  6. Alter Mann macht junger Frau Freude wie der Floh im Ohr.

  7. Das Amt macht wohl satt, aber nicht klug.

  8. Wer verzagt ist im Bitten macht den anderen beherzt im Abschlagen.

  9. Der Kalendermacher macht den Kalender, aber unser Herrgott das Wetter.

  10. Geburt macht nicht edel

  11. Ehrlich macht reich, aber langsam geht's her.

  12. E i n Pfennig in der Sparbüchse macht mehr Gerassel, als wenn sie voll wäre

  13. Eine Sonne ist der Mensch, allsehend, allverklärend wenn er liebt. Und liebt er nicht, so ist er eine dunkle Wohnung, wo ein rauchend Lämpchen brennt.

    Johann Christian Friedrich Hölderlin

  14. Mit Haben, Gewinnen, Besitzen, Genießen schließt der Ideenkreis eine Kette um den Menschen, die ihn an Staub und Erde fesselt.

    Johann Georg Adam Forster

  15. Wer die Gesellschaft nicht entbehren kann, soll sich ihren Gebräuchen unterwerfen, weil sie mächtiger sind als er.

    Adolph Freiherr von Knigge

  16. Die Liebe zum Profit beherrscht die ganze Welt.

    Aristophanes

  17. Der Glaube versetzt Berge, der Zweifel erklettert sie.

    Friedrich Georg Jünger

  18. Durch Liebe steigt aus den Ruinen ein Leben, das in Trümmern lag.

    Adolf Friedrich von Schack

  19. Auf andere herabzusehen macht kleiner und ärmer. Es geschieht von einem Standpunkt, von dem keine menschliche Wärme ausgeht und an den keine gelangt.

    Else Pannek

  20. Es macht frei, seine Mitmenschen zu lassen wie sie sind.

    Else Pannek