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Sprüche über Macht

793 Sprüche — Seite 32

Wo Einfluss wächst, zeigt sich oft schneller als irgendwo sonst, wer ein Mensch wirklich ist. Macht kann ordnen, schützen und gestalten, sie kann aber ebenso verführen, verhärten und den Blick für Verantwortung verstellen. Gerade darum ist sie eines der aufschlussreichsten Themen für moralische und politische Betrachtung.

Entlarvend wird sie vor allem dort, wo sie nicht mehr als Dienst, sondern als Besitz missverstanden wird. Die Sprüche zu diesem Thema untersuchen das Verhältnis von Stärke und Maß, Herrschaft und Pflicht und erinnern daran, dass wahre Größe sich im Umgang mit Macht bewährt, nicht im bloßen Besitz von ihr.

  1. Die Erkenntnis der eigenen Kraft macht bescheiden.

    Paul Cezanne

  2. Nicht die Sittlichkeit regiert die Welt, sondern eine verhärtete Form derselben: Die Sitte.

    Berthold Auerbach

  3. Die Eheherrn sollten künftig die Trauringe statt auf dem Finger in der Nase tragen, zum Zeichen, dass sie doch an der Nase geführt werden.

    Christian Dietrich Grabbe

  4. Der Mensch ist das einzige Lebewesen, das Feuer machen kann, und das hat ihm die Herrschaft über die Welt gegeben.

    Antoine de Rivarol

  5. Demokratie ist die Kunst, sich an die Stelle des Volkes zu setzen und ihm feierlich in seinem Namen, aber zum Vorteil einiger guter Hirten die Wolle abzuscheren.

    Romain Rolland

  6. Ein guter Mensch erringt einen Sieg und belässt es dabei. Er geht nicht zu Gewalttaten über.

    Laotse

  7. Die Macht des Geistes ist die Theorie, ohne Taten ist sie jedoch nutzlos

  8. Ein Tontopf wird früher oder später brechen, ein Feldherr früher oder später fallen.

  9. Marientau macht grüne Au

  10. Wir werden durch das Buch vielleicht sicherer und länger herrschen als durch das Schwert.

    Honoré de Balzac

  11. Die Macht ist die Königin der Welt, und nicht die Meinung der Leute. Aber die Macht gebraucht die Meinung. Und die Macht macht die Meinungen.

    Blaise Pascal

  12. Zu tief in die Jauche schaun', macht den Bauern sportlich braun.

  13. Steppt wild die Sau, charmant, graziös, macht das den Metzger ganz nervös.

  14. Durch Ausharren ebnen wir Berge, setzen dem Meere Grenzen und machen aus Steinen Städte und Paläste und Mauern.

    Karl Julius Weber

  15. Wenn einer Geld hat, kann er dem Teufel Beine machen; wenn er keines hat, kommt nicht einmal der Mann, den er ruft.

  16. Die Fesseln der Gewohnheit sind meist so fein, dass man sie kaum spürt. Doch wenn man sie spürt, sind sie so stark, dass sie sich (offenbar) nicht mehr zerreissen lassen.

    Samuel Johnson

  17. Niemand ist härter als die Sanftmütigen aus Berechnung.

    Marquis de Vauvenargues

  18. Alter macht weiß, nicht weise

  19. Das Licht vom Himmel lässt sich nicht versprengen, noch lässt der Sonnenaufgang sich verhängen mit Purpurmänteln oder dunklen Kutten.

    Nikolaus Lenau

  20. Die eifrigsten Reformer haben lernen müssen, dass sie sich jediglicher Macht berauben, wenn sie den schwerfälligen Massen zu weit voraneilen.

    Woodrow Wilson