Sprüche über Macht
793 Sprüche — Seite 8
Wo Einfluss wächst, zeigt sich oft schneller als irgendwo sonst, wer ein Mensch wirklich ist. Macht kann ordnen, schützen und gestalten, sie kann aber ebenso verführen, verhärten und den Blick für Verantwortung verstellen. Gerade darum ist sie eines der aufschlussreichsten Themen für moralische und politische Betrachtung.
Entlarvend wird sie vor allem dort, wo sie nicht mehr als Dienst, sondern als Besitz missverstanden wird. Die Sprüche zu diesem Thema untersuchen das Verhältnis von Stärke und Maß, Herrschaft und Pflicht und erinnern daran, dass wahre Größe sich im Umgang mit Macht bewährt, nicht im bloßen Besitz von ihr.
Den Wind kann man nicht verbieten, aber man kann Mühlen bauen
In Gestalt der Demokratie hatte das Geld triumphiert, es gab eine Zeit, wo es allein oder fast allein Politik machte.
— Karl Robert Eduard von Hartmann
…der gütige Wunsch eines einzigen Freundes, der dir durch zehn Minuten mit aufrichtigem Interesse zuhört, ist eine wirkliche lebendige, hilfreiche Macht...
— Prentice Mulford
Macht an sich ist kein Segen, außer sie wird benutzt, um Unschuldige zu schützen.
— Jonathan Swift
Je größer die Macht umso gefährlicher der Mißbrauch.
— Edmund Burke
Das Tier wird durch seine Organe belehrt, der Mensch belehrt die seinigen und beherrscht sie.
— Johann Wolfgang von Goethe
In dem Augenblick, in dem die Liebe ihr Alles gibt, macht sie zugleich bankrott.
— Christian Friedrich Hebbel
Ein Besuch macht immer Freude. Entweder beim Kommen oder beim Gehen
Glück entsteht nicht durch Besitz, Macht oder Prestige, sondern allein durch Beziehungen mit Menschen, die man liebt und respektiert.
Wucher ist das sicherste Mittel zum Gewinn, obwohl eines der schlechtesten, da er nichts anderes bedeutet, als sein Brot zu essen 'im Schweiße des Angesichts eines anderen'.
— Francis Bacon
Wer nicht die Frauen hinter sich hat, bringt es in der Welt zu keinem Erfolg
— Oscar Wilde
Die Liebe ist die subtilste Macht der Welt.
— Mahatma Gandhi
Die Erinnerungen verschönern das Leben, aber das Vergessen allein macht es erträglich.
— Honoré de Balzac
Der Standpunkt macht es nicht, die Art macht es, wie man ihn vertritt.
— Theodor Fontane
Zuviel Glück macht wahnsinnig.
Es muss verschiedene Rangstufen geben, da alle Menschen herrschen wollen und nicht alle es können.
— Blaise Pascal
Sich lieben heißt unaufhörlich gegen tausend verborgene Mächte kämpfen, die von uns oder von der Welt ausgehen. Kämpfen gegen andere Männer, andere Frauen.
— Jean Anouilh
Bier macht schön. Oder hast du schon mal einen Mann gesehen, der sich schminkt?
Räuber von Geld richtet man hin, Räuber von Ländern macht man zu Königen.
Was immer du tun kannst oder wovon du träumst, fange es an. In der Kühnheit liegt Genie, Macht und Magie
— Johann Wolfgang von Goethe