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Sprüche über Macht

793 Sprüche — Seite 9

Wo Einfluss wächst, zeigt sich oft schneller als irgendwo sonst, wer ein Mensch wirklich ist. Macht kann ordnen, schützen und gestalten, sie kann aber ebenso verführen, verhärten und den Blick für Verantwortung verstellen. Gerade darum ist sie eines der aufschlussreichsten Themen für moralische und politische Betrachtung.

Entlarvend wird sie vor allem dort, wo sie nicht mehr als Dienst, sondern als Besitz missverstanden wird. Die Sprüche zu diesem Thema untersuchen das Verhältnis von Stärke und Maß, Herrschaft und Pflicht und erinnern daran, dass wahre Größe sich im Umgang mit Macht bewährt, nicht im bloßen Besitz von ihr.

  1. Wer über die Fehler anderer lacht, macht selber einen.

  2. Wenn die Zeit nicht reif ist, kann nichts es geschehen machen; wenn sie reif ist, kann nichts es verhindern

  3. Gewohnheit, Sitte und Brauch sind stärker als die Wahrheit.

    Voltaire

  4. Man greift nicht nur an, um jemandem weh zu tun, ihn zu besiegen, sondern vielleicht auch nur, um sich seiner Kraft bewußt zu werden.

    Friedrich Nietzsche

  5. Eine Mücke kann dem Löwen mehr zu schaffen machen, als ein Löwe der Mücke

    Selma Lagerlöf

  6. Ach, so denkt er, diese Welt, hat doch viel, was nicht gefällt. Rosen, Tanten, Basen, Nelken sind genötigt zu verwelken; Ach - und endlich auch durch mich macht man einen dicken Strich

    Wilhelm Busch

  7. Nichts auf der Welt wird so gefürchtet wie der Einfluß von Männern, die geistig unabhängig sind

    Albert Einstein

  8. Du bist der Herr deiner Worte, aber einmal ausgesprochen, beherrschen sie dich.

  9. Wir haben uns die Erde nicht unterworfen. Wir haben ihr nur tiefe Wunden geschlagen.

    Georg Simmel

  10. Die Liebe ist alles und wirkt alles, und von ihr kann man alles sagen, und alles kann man ihr zuschreiben.

    Giordano Bruno

  11. Der Bauer macht ein Bäuerlein, es muss nicht mit der Bäurin sein

  12. Mit schlechten Gesetzen und guten Beamten läßt sich immer noch regieren. Bei schlechten Beamten aber helfen uns die besten Gesetze nichts.

    Otto von Bismarck

  13. Ein Kamel macht sich nicht über den Buckel eines anderen lustig

  14. Es ist vernünftig, von einem Arzt zu erwarten, dass er vor der Macht des Geistes, Krankheiten zu überwinden, Achtung hat.

    Hippokrates von Kós

  15. Der Grammatik müssen sich selbst Könige beugen.

    Jean-Baptiste Molière

  16. Die Liebe macht Blinde sehend, aber Lahme nicht gehend

  17. Der eigene Hund macht keinen Lärm - er bellt nur.

    Kurt Tucholsky

  18. Schätze deine Größe nicht nach deinem Schatten

  19. Die Frau, die ihren Mann nicht beeinflussen kann, ist ein Gänschen; die Frau, die ihn nicht beeinflussen will - eine Heilige.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  20. Alle Revolutionen haben bisher nur eines bewiesen, nämlich, daß sich vieles ändern läßt, bloß nicht die Menschen

    Karl Marx