Sprüche über Geld
707 Sprüche — Seite 10
Kaum etwas ordnet den Alltag so nüchtern und beeinflusst zugleich so stark die Vorstellungen von Freiheit, Sicherheit und Ansehen wie Geld. Es erleichtert vieles, ersetzt aber weder Sinn noch Charakter und wird gerade dadurch zu einem aufschlussreichen Maßstab menschlicher Wünsche. Deshalb ist dieses Thema stets auch ein moralisches.
Seine Ambivalenz zeigt sich darin, dass es nützen und verführen, schützen und entstellen kann. Die Sprüche zu diesem Thema fragen nach Maß, Wert und Abhängigkeit und erinnern daran, dass Reichtum ohne innere Ordnung oft ärmer wirkt als Bescheidenheit mit klarem Blick für das Wesentliche.
Junges Blut, spar dein Gut. Armut im Alter wehe tut.
Zum Tun gehört Talent - zum Wohltun Vermögen.
— Johann Wolfgang von Goethe
Geld: der beste Köder um nach Menschen zu fischen.
— Thomas Fuller
Der eine hat Arbeit und Fleiß, der andere Nutzen und Preis.
So wie ein Hund unfähig ist, sich einen Wurstvorrat anzulegen, so sind Sozialdemokraten unfähig, Geldvorräte anzulegen.
— Franz Josef Strauß
Wer die Kapitalisten vernichten will, muss ihre Währung zerstören.
— Wladimir Iljitsch Lenin
Finanzleute sind langweilige Menschen. Sie sehen Pläne mit einen einzigen Gedanken an: Wieviel Geld kann man dabei herausschlagen?
— John Knittel
Jede Wirtschft beruht auf dem Kreditsystem, der irrtümlichen Annahme, der andere werde gepumptes Geld zurück zahlen
— Kurt Tucholsky
Was sich nicht verkaufen lässt, will ich nicht erfinden.
— Thomas Alva Edison
Manche Menschen gehen mit dem Geld um, als müsste es vernichtet werden.
— Else Pannek
Freundschaft ist wie Geld, leichter gewonnen als erhalten.
— Samuel Butler
Moderne Kapitalisten sind freundliche Ausbeuter, moderne Sozialisten unfreundliche Austeiler.
— Wladimir Iljitsch Lenin
Der eigentliche Sinn des Reichtums ist, freigiebig davon zu spenden.
— Blaise Pascal
Was macht man nicht alles fürs Geld! sprach der Narr, da sah er einen Affen.
Verfüge nie über Geld, ehe du es hast.
— Thomas Jefferson
Wer den ganzen Tag arbeitet, hat keine Zeit, Geld zu verdienen.
— John D. Rockefeller
Großen Frieden trennt ein klein Säcklein mit Gold.
Pfennig ist Pfennigs Bruder.
Alles Göttliche und alles Schöne ist schnell und leicht. Oder sammelt die Freude sich etwa so wie Geld und andere Materien durch ein konsequentes Betragen?
— Friedrich von Schlegel
Wer den Daumen auf dem Beutel hat, der hat die Macht.
— Otto von Bismarck