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Sprüche über Geld

707 Sprüche — Seite 31

Kaum etwas ordnet den Alltag so nüchtern und beeinflusst zugleich so stark die Vorstellungen von Freiheit, Sicherheit und Ansehen wie Geld. Es erleichtert vieles, ersetzt aber weder Sinn noch Charakter und wird gerade dadurch zu einem aufschlussreichen Maßstab menschlicher Wünsche. Deshalb ist dieses Thema stets auch ein moralisches.

Seine Ambivalenz zeigt sich darin, dass es nützen und verführen, schützen und entstellen kann. Die Sprüche zu diesem Thema fragen nach Maß, Wert und Abhängigkeit und erinnern daran, dass Reichtum ohne innere Ordnung oft ärmer wirkt als Bescheidenheit mit klarem Blick für das Wesentliche.

  1. Mancher sucht einen Pfennig und verbrennt ein Dreierlicht.

  2. Pfennigsalbe schmiert wohl zu Hofe.

  3. Wenn der Pfennig läutet, läuft jedermann zur Kirche.

  4. E i n Pfennig klingt nicht.

  5. Ein guter Hausvater muss drei Pfennige haben: einen Ehrenpfennig,Zehrpfennig und Notpfennig.

  6. An einem Pfennig sieht man, wie ein Gulden gemünzt ist.

  7. Kommt die Hure ins Herz, so kommt sie auch in den Säckel.

  8. Reich wird man nicht durch das, was man verdient, sondern durch das, was man nicht ausgibt.

    Henry Ford

  9. Aller Fortschritt beruht auf dem allgemeinen inneren Wunsch eines jeden Organismus, über sein Einkommen hinaus zu leben.

    Samuel Butler

  10. Ach, mein liebes Geld. Mein liebes Geld, mein bester Freund! Man hat dich mir gestohlen. Meine Stütze habe ich verloren, mein Trost und meine Freude.

    Jean-Baptiste Molière

  11. Manche Leute verstehen unter einem stillen Teilhaber einen Mann, der keinen Krach schlägt, wenn er Geld verliert.

    Henry Ford

  12. Schönheit ist wie eine Leibrente; wenn die Schönheit stirbt, so hört die Zahlung auf, und sie stirbt immer jung

    August von Kotzebue

  13. Nur wer im Wohlstand lebt, schimpft auf ihn.

    Ludwig Marcuse

  14. Der Mensch gleicht einer Münze, Freund! Ist er von gutem Korn, und scheint dir echt sein Schlag und ist noch scharf sein Rand, dann reich ihm unverweilt die Hand. Griff aber schon die Welt zu seh …

    Aloys Blumauer

  15. Diese Welt ist doch die beste, und sie lebt sich ziemlich gut mit Gesundheit, Geld und Tugend und ein bisschen Übermut.

    Eduard von Bauernfeld

  16. Wenn du dir Bier leisten kannst, trink Wasser, wenn du dir Wein leisten kannst, trink Bier.

  17. Es kommt darauf an, dass sich ein Kapital bildet, was nie ausgeht.

    Johann Wolfgang von Goethe

  18. In der Liebe sind wir immer die gutgläubigen Wilden und die Frauen die geschickten Kaufleute.

    Guy de Maupassant

  19. Wenn einer Geld hat, kann er dem Teufel Beine machen; wenn er keines hat, kommt nicht einmal der Mann, den er ruft.

  20. Auch wenn man seine Frau nicht liebte, glaubt man, bei der Scheidung ein kleines Vermögen verloren zu haben.