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Sprüche über Geld

707 Sprüche — Seite 17

Kaum etwas ordnet den Alltag so nüchtern und beeinflusst zugleich so stark die Vorstellungen von Freiheit, Sicherheit und Ansehen wie Geld. Es erleichtert vieles, ersetzt aber weder Sinn noch Charakter und wird gerade dadurch zu einem aufschlussreichen Maßstab menschlicher Wünsche. Deshalb ist dieses Thema stets auch ein moralisches.

Seine Ambivalenz zeigt sich darin, dass es nützen und verführen, schützen und entstellen kann. Die Sprüche zu diesem Thema fragen nach Maß, Wert und Abhängigkeit und erinnern daran, dass Reichtum ohne innere Ordnung oft ärmer wirkt als Bescheidenheit mit klarem Blick für das Wesentliche.

  1. Und all das Geld und all das Gut gewährt zwar viele Sachen; Gesundheit, Schlaf und guten Mut kann's aber doch nicht machen.

    Matthias Claudius

  2. Mit Geld kannst du die Götter bewegen, ohne Geld nicht einen Mann.

  3. Mit bloßen Listen und Kniffen, mit purer Gewalt, mit bloßem Geld und schlauen Praktiken wird die Welt doch nun einmal nicht einzig und allein regiert.

    Adolph Kolping

  4. Mit einer Unze Gold kann man keine Unze Zeit kaufen.

    Ferruccio Busoni

  5. Geld allein setzt die ganze Welt in Bewegung

    Publius Syrus

  6. Das Geld ist der größte Fluch der Menschheit.

    Sophokles

  7. Sieht ein Amtsdiener Geld, gleicht er einer Fliege, die Blut gerochen hat.

  8. Es ist nicht der Unternehmer, der die Löhne zahlt - er übergibt nur das Geld. Es ist das Produkt, das die Löhne zahlt.

    Henry Ford

  9. Die Zeit ist ein so kostbares Gut, dass man sie nicht einmal für Geld kaufen kann

  10. Das ist die undankbare Stellung des Vaters in der Familie. Aller Versorger, aller Feind.

    August Strindberg

  11. Es ist kein Mensch so reich, dass er nicht zuweilen etwas schuldig bliebe und kein Mensch so arm, dass er nicht zuweilen etwas leihen würde.

    Francois Rabelais

  12. Leicht kommt man an das Bildermalen, doch schwer an Leute, die's bezahlen.

    Wilhelm Busch

  13. Geld heißt soviel wie: geprägte Willensfreiheit. Es ist daher für den Menschen, der dieser völlig beraubt ist, von zehnfachem Wert.

    Fjodor M. Dostojewski

  14. Arme haben die Kinder, Reiche die Rinder.

  15. Dieselbe Gabe, die einem Mann befähigt Millionen zu erwerben, hindern ihn, sie zu genießen.

    Antoine de Rivarol

  16. Es ist einerlei, wie groß der Künstler ist. Mit der Zeit werden sie doch ein zum Mechanismus gewordener Spieler, der Musik verkauft, um damit Geld zu verdienen.

    John Knittel

  17. Der Preis ist der Wert plus eines angemessenen Aufschlages für den durch die Forderung aufgetretenen Gewissensverschleiß

    Ambrose Bierce

  18. Geld schwor einen Eid, dass niemand es haben sollte, der es nicht liebte.

  19. Trägheit will gern langsam sein, Armut holt sie bald auch ein.

  20. Wo Geld vorangeht, da stehn alle Wege offen.