Sprüche über Geld
707 Sprüche — Seite 34
Kaum etwas ordnet den Alltag so nüchtern und beeinflusst zugleich so stark die Vorstellungen von Freiheit, Sicherheit und Ansehen wie Geld. Es erleichtert vieles, ersetzt aber weder Sinn noch Charakter und wird gerade dadurch zu einem aufschlussreichen Maßstab menschlicher Wünsche. Deshalb ist dieses Thema stets auch ein moralisches.
Seine Ambivalenz zeigt sich darin, dass es nützen und verführen, schützen und entstellen kann. Die Sprüche zu diesem Thema fragen nach Maß, Wert und Abhängigkeit und erinnern daran, dass Reichtum ohne innere Ordnung oft ärmer wirkt als Bescheidenheit mit klarem Blick für das Wesentliche.
Das Wichtigste ist Charakter, wichtiger als Geld oder Besitz oder irgendwas sonst.
— John Pierpont Morgan
In einem wenig besuchten Laden kauft man teuer.
Freunde dich mit eines Mannes guten Eigenschaften, nicht mit seinem Vermögen an
Ein Taler, der in deinem Beutel, wird dich vor anderen mehr erheben als zwanzig, die du ausgegeben.
— Barthold Heinrich Brockes
Mit Geld kannst du ein Buch kaufen, aber kein Wissen.
Die Arbeit ist immer mehr wert als der Preis, den man für sie zahlt. Das Geld verschwindet, die Arbeit aber bleibt.
— Maxim Gorki
Wer Geld hat, ist ein Drache, wer keines hat, ein Wurm
Geld macht Blinde sehend
Am glücklichsten ist, wer sowohl Geld spart, als auch ausgibt, denn beides macht Spaß
— Samuel Johnson
Bücher sind das Geld der Literatur, aber nur die Kostenzähler der Wissenschaft.
— Thomas Henry Huxley
Wer Almosen gibt, gewöhnt sich daran, Geld und Gut nicht mehr zu bewundern.
— Johannes Chrysostomos
Der Mensch ist ein geldgieriges Tier und diese Eigenschaft kommt allzu oft seiner Güte in die Quere.
— Herman Melville
Wenn du fragen musst, wieviel es kostet, kannst du es dir nicht leisten.
— John Pierpont Morgan
Die konsequente Nichtbeachtung von Regeln und Vorschriften führt relativ schnell zu ihrer Abschaffung, weil die konsequente Verfolgung ihrer Nichtbeachtung zu teuer würde.
— Christa Schyboll
Wer nicht aus Liebe zur Sache arbeitet, sondern nur des Geldes willen, der bekommt gar nichts: Weder Geld noch Glück.
— Charles M. Schwab
Geld ist eine Art Instinkt. Geld machen ist eine Art Naturveranlagung im Menschen.
— David Herbert Lawrence
Es ist die Natur des Reichtums, dass mit seinem Wachsen auch der Durst nach ihm, die Armut, wächst
— Francesco Petrarca
Wie es in der materiellen Produktion und Konsumtion einen schädlichen Luxus gibt, so auch in der Literatur
— Wilhelm Schulz
Geld ist die einzige Macht, vor der die gesamte Menschheit auf die Knie fällt
— Samuel Butler
Geld bewirkt viel, ein kluges Wort kaum weniger