Sprüche über Geld
707 Sprüche — Seite 37
Kaum etwas ordnet den Alltag so nüchtern und beeinflusst zugleich so stark die Vorstellungen von Freiheit, Sicherheit und Ansehen wie Geld. Es erleichtert vieles, ersetzt aber weder Sinn noch Charakter und wird gerade dadurch zu einem aufschlussreichen Maßstab menschlicher Wünsche. Deshalb ist dieses Thema stets auch ein moralisches.
Seine Ambivalenz zeigt sich darin, dass es nützen und verführen, schützen und entstellen kann. Die Sprüche zu diesem Thema fragen nach Maß, Wert und Abhängigkeit und erinnern daran, dass Reichtum ohne innere Ordnung oft ärmer wirkt als Bescheidenheit mit klarem Blick für das Wesentliche.
Keine Frau hält es mit einem Kartenspieler-Ehemann aus, es sei denn, er gewinnt immer.
— Lord Thomas R. Dewar
Liebe ist ein Ozean von Emotionen - eingeengt von Küsten, die Ausgaben heißen.
— Lord Thomas R. Dewar
Nichts schmerzt mehr, als Einkommenssteuer bezahlen zu müssen, außer keine Einkommenssteuer bezahlen zu müssen.
— Lord Thomas R. Dewar
Freundlich abschlagen ist besser denn mit Unwillen geben.
Wer akzeptiert, muss bezahlen.
Mit anderer Sachen muss man behutsamer umgehen als mit seinen eigenen.
Die Armen müssen tanzen, wie die Reichen pfeiffen.
Die Armen helfen die Füchse fangen, die Reichen in den Pelzen prangen.
Es ist hart, was Besseres riechen und was Schlechteres kriegen.
Wer sein Bett verkauft, muss auf dem Stroh liegen.
Geht es an die Steuer zum gemeinen Nutzen, so sucht jedermann den Bettelmantel hervor.
Es ist keinem zu verdenken, der bezahlt sein will.
Wer nicht kann blechen der lasse das Zechen.
Wer borgt ohne Bürgen und Pfand, dem sitzt ein Wurm im Verstand.
Was du mit Gelde nicht bezahlen kannst, bezahle wenigstens mit Dank.
Das beste Einkommen ist Redlichkeit
Viele Erben machen schmale Teile.
Wer einen Heller erbt, muss einen Taler bezahlen.
Wenn nicht viel im Fass ist, kann man nicht viel daraus zapfen
Man soll nicht feilschen, was man nicht kaufen will