Sprüche über Geld
707 Sprüche — Seite 24
Kaum etwas ordnet den Alltag so nüchtern und beeinflusst zugleich so stark die Vorstellungen von Freiheit, Sicherheit und Ansehen wie Geld. Es erleichtert vieles, ersetzt aber weder Sinn noch Charakter und wird gerade dadurch zu einem aufschlussreichen Maßstab menschlicher Wünsche. Deshalb ist dieses Thema stets auch ein moralisches.
Seine Ambivalenz zeigt sich darin, dass es nützen und verführen, schützen und entstellen kann. Die Sprüche zu diesem Thema fragen nach Maß, Wert und Abhängigkeit und erinnern daran, dass Reichtum ohne innere Ordnung oft ärmer wirkt als Bescheidenheit mit klarem Blick für das Wesentliche.
Wenn Unfried ist in aller Welt, gilt der Soldat das meiste Geld.
Für Verschwender ist das Geld rund, für Sparsame flach.
— Honoré de Balzac
Wer seine Schuld bezahlt, verringert sein Gut nicht.
— Christoph Lehmann
Geld regiert die Welt, Gut macht Mut, oft Übermut und Armut ist arm an Mut.
— Karl Julius Weber
Keine Ruh bei Tag und Nacht, Nichts, was mir Vergnügen macht, Schmale Kost und wenig Geld, Das ertrage, wem's gefällt.
— Lorenzo da Ponte
Der Arzt hat in den Augen des Kranken ein dreifaches Gesicht: Das eines Engels, wenn er ans Krankenbett tritt, das eines Gottes, wenn er geholfen hat, und das eines Teufels, wenn er die Rechnung s …
— Ernst Ludwig Heim
Ich habe viele Millionen verdient, aber das Glück haben sie mir nicht gebracht
— John D. Rockefeller
Müsste man statt Gebeten Geld emporsenden, fast alle wären Atheisten!
— Emanuel Wertheimer
Doch manchen stürzt schon die Hoffnung auf Gewinn in sein Verderben.
— Sophokles
Begrabner Schatz, verborgner Sinn bringen niemand Gewinn.
Arm oder reich - der Tod macht alles gleich.
Er muss zahlen. - Und von je tat ihm das doch gar so weh.
— Wilhelm Busch
Meine Mittel will ich so verwalten, dass wenig weit soll reichen
— William Shakespeare
Findet ein Armer ein Rubelchen, so ist es bestimmt ein falsches.
Räuber verlangen Geld oder Leben. Frauen beides.
Nicht, was er mit seiner Arbeit erwirbt, ist der eigentliche Lohn des Menschen, sondern was er durch sie wird.
— John Ruskin
Ein Fußgänger ist ein Mann, der Frau und Tochter, aber nur zwei Autos hat
Für Heuchelei gibt's Geld genug. Wahrheit geht betteln.
— Martin Luther
Willst du den Wert des Geldes erkennen, versuche, dir welches zu borgen
— Benjamin Franklin
Der Gedanke macht ihn blaß, wenn er fragt: Was kostet das?
— Wilhelm Busch