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Sprüche über Geld

707 Sprüche — Seite 33

Kaum etwas ordnet den Alltag so nüchtern und beeinflusst zugleich so stark die Vorstellungen von Freiheit, Sicherheit und Ansehen wie Geld. Es erleichtert vieles, ersetzt aber weder Sinn noch Charakter und wird gerade dadurch zu einem aufschlussreichen Maßstab menschlicher Wünsche. Deshalb ist dieses Thema stets auch ein moralisches.

Seine Ambivalenz zeigt sich darin, dass es nützen und verführen, schützen und entstellen kann. Die Sprüche zu diesem Thema fragen nach Maß, Wert und Abhängigkeit und erinnern daran, dass Reichtum ohne innere Ordnung oft ärmer wirkt als Bescheidenheit mit klarem Blick für das Wesentliche.

  1. Die Liebe zum Profit beherrscht die ganze Welt.

    Aristophanes

  2. Geht der Wein aus, hört das Gespräch auf, geht das Geld aus, bleiben die Freunde aus.

  3. Fragen kostet kein Geld und wird einem kein Zahn davon stumpf

  4. Gekaufte Freuden, die eine gähnende Leere ausfüllen sollen, sind wachsende Ungeheuer.

    Else Pannek

  5. Gekaufte Anerkennung unterliegt dem Börsenkurs.

    Else Pannek

  6. Für Steuergelder wurde gearbeitet. Sie sind es wert mit Sorgfalt und Achtung verwendet zu werden.

    Else Pannek

  7. Für Ehrfurcht vor dem Leben können wir uns nichts kaufen. Alles, was gut und unbezahlbar ist, bekämen wir als Geschenk.

    Else Pannek

  8. Dieses Land ist ein armes Land. Die Menschlichkeit wurde aus Kostengründen gestrichen.

    Else Pannek

  9. Der Haushalt ist der Nerv des Staates. Daher muss er den profanen Augen der Untertanen entzogen werden.

    Armand Jean du Plessis, Herzog von Richelieu

  10. Jedermann beklagt sich über die äußerste Teurung und fährt doch fort, Geld auszugeben und den Luxus zu vermehren, über den er sich beschwert.

    Johann Wolfgang von Goethe

  11. Einem Land, in dem die Blumen teuer sind, fehlt die Grundlage der Kultur.

  12. Luxus muss sein. Wenn die Reichen nichts verschwenden, verhungern die Armen.

    Charles-Louis de Montesquieu

  13. Mit Geld kann man einen guten Hund kaufen, aber es wird nicht das Wedeln des Schwanzes erworben.

    Joseph Billings

  14. In jedem Menschen steckt etwas von einem Komödianten und Profitjäger.

    Karel Capek

  15. Der Hauptwert des Geldes besteht in der Tatsache, dass man in einer Welt lebt, in der es überbewertet wird

    H. L. Mencken

  16. Eher findet man einen, der für seinen Freund sein Leben opfert, als einen, der für den Freund einen Taler aufs Spiel setzt, geschweige denn ausgibt.

    Giacomo Leopardi

  17. Hör auf, dein Geld zu zählen. Gib den Armen, und du wirst reich

  18. Der Mensch schafft Reichtum, aber nicht der Reichtum Menschen

  19. Geld hat überhaupt nichts mit Stil zu tun, aber natürlich ist es in jeder Situation nützlich.

    Friedrich Wilhelm Güll

  20. Information ist die Währung der Demokratie

    Thomas Jefferson